WELCHER ABSCHLUSS PASST ZU MIR?

Die Basis - der Bachelor

Egal, für welche Hochschul- beziehungsweise Studienart die Entscheidung gefallen ist, die international anerkannten Abschlüsse Bachelor und Master verleihen alle Hochschulen. Der Bachelor ist die Basis und der Eintritt in die wissenschaftliche Welt. Nach einem drei- bis vierjährigen Studium ist er der erste akademische Grad. Ohne ihn ist kein anschließendes Masterstudium möglich – allerdings eine Pause. Wer mag, kann nach dem Bachelorstudium erst einmal ins Berufsleben starten.

Die Kür - der Master

Wer tiefer in die wissenschaftliche Welt eintauchen oder das Wissen aus der Berufstätigkeit verbreitern möchte, schließt ein Masterstudium an. Berufserfahrene wählen am besten Studiengänge mit anwendungsorientierten Profilen. Für alle, die mit einer akademischen Karriere wie Doktorwürde oder Professorenruf liebäugeln, sind dagegen Masterangebote mit forschungsorientiertem Profil ein Muss. Immer steht die Wahl zwischen einem konsekutiven oder einem weiterbildenden, oft auch berufsbegleitenden Masterstudiengang. Konsekutive Studiengänge bauen auf das Wissen aus dem Bachelorstudium auf und verbreitern, vertiefen und erweitern es noch.

Berufsbezeichnungen

Je nachdem, in welcher Fächergruppe Bachelor und Master erworben werden, heißen sie unterschiedlich. Sprach-, Kultur-, Sport-, Sozial- und Kunstwissenschaftler führen nach erfolgreichem Studium den Bachelor bzw. Master of Arts (B.A./M.A.). Mathematiker, Naturwissenschaftler, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaftler erhalten dagegen den Bachelor bzw. Master of Science (B.Sc./M.Sc.) – ebenso die Ingenieure, die sich obendrein noch mit dem Bachelor bzw. Master of Engineering (B.Eng./M.Eng.) schmücken können. Rechtswissenschaftler bekommen einen Bachelor bzw. Master of Laws (LL.B./LL.M.), sofern sie ihr Studium nicht ohnehin mit dem Staatsexamen gekrönt haben. Absolventen künstlerisch angewandter oder darstellender Studiengänge und Musiker erhalten den Bachelor bzw. Master of Fine Arts (B.F.A./M.F.A.) beziehungsweise den Bachelor bzw. Master of Music (B.Mus./M.Mus). An welcher Hochschulart Bachelor oder Master erworben wurden, ist bei der Namensnennung übrigens nicht entscheidend. Hochschulrechtlich sind die Abschlüsse gleichgestellt.

Das Beständige - das Staatsexamen

Eine kleine Auswahl an Studiengängen schließt mit dem Staatsexamen ab. Dazu gehören neben Human-, Tier- und Zahnmedizin, Pharmazie, Lebensmittelchemie und Rechtswissenschaften – in Sachsen auch die Lehramtsstudiengänge. Ihre Abschlussprüfungen sind staatlich geregelt. Nach dem ersten Staatsexamen leisten die Absolventen einen mehrmonatigen Vorbereitungsdienst, Referendariat genannt, der mit dem zweiten Staatsexamen, einer Art praktischen Prüfung, gekürt wird.

Das Traditionelle - das Diplom

Das Studium mit dem Diplom-Ingenieur abschließen – auch das geht in Sachsen. Die TU Dresden ist die einzige der neun führenden Technischen Universitäten Deutschlands (» TU9 «), die auch weiterhin traditionell einstufige Diplomstudiengänge anbietet. International anerkannt und vergleichbar sind diese Studiengänge dennoch. Die Modularisierung macht das möglich. Wie in den Bachelor- und Masterstudiengängen gibt es auch in den Diplomstudiengängen Kreditpunkte.

Die Krönung - die Promotion

Wer nach dem erfolgreichen Master-, Diplom- oder Staatsexamensstudium weiter wissenschaftlich arbeiten möchte, schreibt eine Dissertation – in der Regel an einer Universität. Künstler dürfen außerdem an einer Kunsthochschule promovieren, allerdings nur in Fachgebieten mit besonders wissenschaftlicher Ausrichtung. Für Absolventen von Fachhochschulen gibt es in Sachsen mit dem kooperativen Promotionsverfahren einen Sonderweg. Dabei betreuen jeweils ein Hochschullehrer einer Universität und einer Fachhochschule gemeinsam ihre Doktoranden, die darüber hinaus zusätzliche Universitätskurse belegen müssen. Der Lohn für die oftmals mehrjährige Mühe ist die Doktorwürde. Der nächsthöhere Schritt auf der wissenschaftlichen Karriereleiter ist die Habilitation, darüber steht nur noch der Ruf zu einer Professur.