Peter: "Und du willst wirklich Lehrer werden?"

Sein Berufswunsch wurde immer mit einem „Oh Gott!“ kommentiert. Dennoch hielt Peter daran fest und jongliert seit einem Jahr mit Zahlen. Der 20-Jährige studiert Lehramt an Gymnasien für die Fächer Mathematik und Informatik.

Traumberuf Lehrer: Jetzt mal ehrlich. Gab es da nicht auch mal etwas anderes? Feuerwehrmann zum Beispiel?
Nein, ich wollte wirklich Lehrer werden. Als ich auf der Realschule war, hatte ich mal Streetworker im Sinn. Aber dann konnte ich aufs Gymnasium wechseln und mein Wunsch wurde wieder real.

Warum gerade Mathematik und Informatik?
Ich habe mir überlegt, was ich wirklich unterrichten könnte. Mathe konnte ich schon immer gut, mit Computern kannte ich mich aus. Ich habe mit meinen Lehrern gesprochen, ob die mich dafür geeignet hielten. Auf die Studieninhalte habe ich mich einfach eingelassen.

Du studierst an der Universität Leipzig. Kamen für dich auch andere Unis in Frage?
Nicht wirklich. Ich mochte die Uni von Anfang an. Sie ist sehr modern, unterstützt, wo sie kann, informiert und berät in verschiedenen Lebenslagen und verfügt über ein immenses Freizeitangebot, zum Beispiel Radio Mephisto, bei dem man mitmachen kann. Das fühlt sich gar nicht mehr wie studieren an, sondern eher sehr familiär.

Was macht Leipzig als Unistadt für dich aus?
Leipzig ist toll. Die Stadt ist kulturell so vielfältig, weil auch viele von außerhalb kommen. Es gibt viele Seen und Wald, was man von einer Stadt nicht unbedingt erwartet. Mein Lieblingssee ist der Cospudener See im Süden Leipzigs.

Erinnerst du dich an deine ersten Tage an der Uni?
Ja, das ist ja nicht so lange her. Und ich hatte tolle erste Eindrücke. Die Uni hat große neue Gebäude, die Lehre wird unterstützt, indem zum Beispiel Lizenzen für Arbeitsprogramme gestellt werden. Aber ich war auch erschlagen von den ganzen neuen Sachen - allein die Studienordnungen…

Vor welchen Herausforderungen hast du noch gestanden?
Jede Mathevorlesung ist eine Herausforderung. Das Niveau ist sehr hoch, aber mir waren die Anforderungen bewusst. Ich wollte mich daher erst einfinden und dann meine Leistungen verbessern. Ich glaube diejenigen, die immer nur Einsen wie in der Schule schreiben wollten, haben eher Rückschläge erfahren als ich.

Was ist dein Antrieb?
Ich bin ehrenamtlich bei der Wasserwacht als Rettungsschwimmer. Bei unseren Tauchsymposien gibt es am Ende des Tages immer einen Biologen, der über Meeresbiologie erzählt. Er macht das so unterhaltsam, dass ich ihm trotz sechs anderer Vorträge immer noch zuhöre. So will ich auch mal Wissen vermitteln können.