Mark: Steckbrief sagt Zukunft voraus

» Ich bin im Wald groß geworden, gehe jagen oder einfach nur spazieren. Es wurde Zeit für mich zu wissen, wo Holz eigentlich herkommt.« Heute studiert Mark Forstwissenschaften.

Nach Abitur, Wehrdienst und kurzer Auszeit in Schweden hat Mark, damals 20 Jahre alt, eine Ausbildung zum Tischler begonnen und 2012 als Innungsbester abgeschlossen. Sein Interesse am Rohstoff Holz war mittlerweile so groß, dass ihm das Wissen um dessen Verarbeitung nicht mehr ausreichte. » Außerdem wollte ich sowieso studieren, einfach, um es mal gemacht zu haben «, sagt Mark und lacht. » Bei Forstwissenschaften machst du wirklich alles, von biologischen Prozessen, Grundlagenchemie, Bodenkunde, Insekten- und Waldwachstumslehre, Mathematik, Statistik bis hin zu Inventur, Betriebsführung, Manage ment und Forstpolitik. «

Auf Dresden aufmerksam wurde Mark durch die Broschüre » Pack dein Studium «. » Das Interesse der Uni, junge Leute für ihre Studiengänge zu begeistern, hat mir imponiert. Naja und ich musste hier kein Vorpraktikum machen und auch keine Studiengebühren zahlen. Und nach 23 Jahren in meinem Heimatort Celle wollte ich irgendwohin, wo ich noch nie war und keinen kannte. Der Anblick der Elbpromenade hat mich dann auch gleich geflasht. « Auf die ist er an seinem ersten Tag eher aus Versehen gestoßen. Eigentlich wollte er zum Studentenwohnheim, hat sich aber mit seinem Motorrad völlig verfahren. » Ich war erstaunt, wie groß das alles ist. Also zumindest für mich, der da irgendwo aus der Heide kommt. «

Obwohl zur TU Dresden gehörend, wird die Fachrichtung Forstwissenschaft 20 Kilo meter außerhalb von der Landeshauptstadt gelehrt. » Tharandt ist ein kleiner Ort. Dennoch gibt es hier alles, was man braucht. Es ist sehr familiär und ich habe schnell Anschluss gefunden. Die Professoren können sehr ernst sein, sind aber auch Kumpel typen. Sie lassen dich niemals alleine. Und wir haben hier den Laufsteg für Forstmode. Der einzige Nachteil: Der Campus hat keine Kneipe. Dafür schätze ich die Nähe zur Dresdner Neustadt sehr, denn als Förster sollte man definitiv feiern können. «

Neben seinem Studium ist Mark im Fachschaftsrat aktiv und engagiert sich für alles, was irgendwie mit Wald zu tun hat. Im Heinrich Cotta Club, der nach dem Gründervater der Außenstelle Tharandt benannt ist, organisieren die Studenten grüne Bälle, Themenabende mit Professoren, Sportveranstaltungen, Campusfeste und Clubabende. Ein größeres Projekt sind die » Tharandter Gespräche «, ein Kongress, zu dem Forststudenten aus ganz Deutschland kommen, um sich in Seminaren, Workshops und Exkursionen auszutauschen. Durch die Gremienarbeit muss er jetzt ein Jahr länger studieren. » Aber das ist mein Weg. Ich kann nur jedem empfehlen, einfach das zu machen, was man machen will und sich davon nicht abbrin gen zu lassen. «