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Ezzat ist angekommen

Der 27-Jährige kommt aus Aleppo und erzählt von seinem Studium, seinem Leben — und warum man seinen Träumen folgen soll.

Ezzat, wolltest du schon immer das studieren, was du in Zittau machst?

In Aleppo habe ich ungefähr vier Semester Chemie studiert – und dann ging es wegen des Krieges nicht mehr. In Deutschland musste ich erst einmal die Sprache lernen, das war am Anfang nicht leicht.

Wie bist du in Zittau gelandet?

Meine Deutschlehrerin – eine pensionierte Lehrerin – hatte mich im Aufnahmelager in Löbau besucht. Sie hat mich ermutigt, mit dem Studium weiterzumachen – ich hätte ja auch arbeiten können. Von ihr habe ich die Telefonnummer vom International Office im nahen Zittau bekommen. Das war der Anfang! Dann gab es die Zulassung für Chemie in Zittau. Man sagte mir aber auch, dass es das Fach bald nicht mehr gäbe und dass »Molekulare Biotechnologie« vielleicht auch etwas für mich wäre. Hier werden die Studierenden für den Einsatz in der Molekulargenetik, der Zellbiologie, der Immunologie, der Biochemie, der Bioanalytik, der Toxikologie, der Mikrobiologie und der Bioverfahrenstechnik ausgebildet. Das passt gut zu Chemie und man hat später sehr gute Berufschancen in der Wissenschaft genauso wie in der Wirtschaft.

Wann in deinem Leben wusstest du, in welche Richtung es gehen sollte?

Ich habe schon als Kind davon geträumt, Wissenschaftler zu werden. In Syrien entscheidet dein Abitur, was du studieren kannst. Ich hätte Ökonomie, Chemie oder Maschinenbau machen können. Meine Eltern wussten ganz gut, dass Chemie was für mich ist. In Syrien wäre ich nach dem Studium wohl in die Pharmazie gegangen.

Wie ist es hier für dich?

Ich lebe jetzt seit über vier Jahren hier und fühle mich sehr wohl. Inzwischen klappt es auch gut mit der Sprache. Außerdem bin ich relativ nah an meinen Eltern und meinem Bruder in Dänemark. An der Hochschule Zittau/Görlitz mag ich die tolle Atmosphäre. Das Studium ist echt meins, und die meisten Leute sind supernett. Man kann die Professorinnen und Professoren alles fragen. Da gibt es außerdem ein echtes Interesse an Syrien und dem Leben dort. Dieses Persönliche kenne ich von Lehrenden in Syrien nicht. Ich finde auch den Austausch mit anderen Studierenden toll. Ingenieure fragen mich zum Beispiel, wie das Immunsystem oder die PCRTests für Corona funktionieren.

Und die Stadt?

Perfekt für Studierende! Man hat genug Ausgleich, es gibt super Sportmöglichkeiten, der Olbersdorfer See ist um die Ecke, man kann immer was Schönes machen. Und die Leute sind einfach nett.

Wie findet man den richtigen Studiengang?

Das Wichtigste: Mach, was dich wirklich interessiert, worauf du Lust hast. Schau auch, was du damit später anfangen kannst. Je besser du ausgebildet bist, umso besser und sinnvoller ist dein Leben!

Das Interview führte Björn Sievers.

Hier erfährst du noch mehr über Ezzats Studiengang.

Der 27-Jährige kommt aus Aleppo und erzählt von seinem Studium, seinem Leben — und warum man seinen Träumen folgen soll.

Ezzat, wolltest du schon immer das studieren, was du in Zittau machst?

In Aleppo habe ich ungefähr vier Semester Chemie studiert – und dann ging es wegen des Krieges nicht mehr. In Deutschland musste ich erst einmal die Sprache lernen, das war am Anfang nicht leicht.

Wie bist du in Zittau gelandet?

Meine Deutschlehrerin hatte mich im Aufnahmelager in Löbau besucht. Sie hat mich ermutigt, mit dem Studium weiterzumachen – ich hätte ja auch arbeiten können. Von ihr habe ich die Telefonnummer vom International Office im nahen Zittau bekommen. Das war der Anfang! Dann gab es die Zulassung für Chemie in Zittau. Man sagte mir aber auch, dass es das Fach bald nicht mehr gäbe und dass »Molekulare Biotechnologie« vielleicht auch etwas für mich wäre. Hier werden die Studierenden für den Einsatz in der Molekulargenetik, der Zellbiologie, der Immunologie, der Biochemie, der Bioanalytik, der Toxikologie, der Mikrobiologie und der Bioverfahrenstechnik ausgebildet. Das passt gut zu Chemie und man hat später sehr gute Berufschancen in der Wissenschaft genauso wie in der Wirtschaft.

Wann in deinem Leben wusstest du, in welche Richtung es gehen sollte?

Ich habe schon als Kind davon geträumt, Wissenschaftler zu werden. In Syrien entscheidet dein Abitur, was du studieren kannst. Ich hätte Ökonomie, Chemie oder Maschinenbau machen können. Meine Eltern wussten ganz gut, dass Chemie was für mich ist. In Syrien wäre ich nach dem Studium wohl in die Pharmazie gegangen.

Wie ist es hier für dich?

Ich lebe jetzt seit über vier Jahren hier und fühle mich sehr wohl. Inzwischen klappt es auch gut mit der Sprache. An der Hochschule Zittau/Görlitz mag ich die tolle Atmosphäre. Das Studium ist echt meins, und die meisten Leute sind supernett. Man kann die Professorinnen und Professoren alles fragen. Da gibt es außerdem ein echtes Interesse an Syrien und dem Leben dort. Dieses Persönliche kenne ich von Lehrenden in Syrien nicht. Ich finde auch den Austausch mit anderen Studierenden toll. Ingenieure fragen mich zum Beispiel, wie das Immunsystem oder die PCRTests für Corona funktionieren.

Und die Stadt?

Perfekt für Studierende! Man hat genug Ausgleich, es gibt super Sportmöglichkeiten, der Olbersdorfer See ist um die Ecke, man kann immer was Schönes machen. Und die Leute sind einfach nett.

Wie findet man den richtigen Studiengang?

Das Wichtigste: Mach, was dich wirklich interessiert, worauf du Lust hast. Schau auch, was du damit später anfangen kannst. Je besser du ausgebildet bist, umso besser und sinnvoller ist dein Leben!

Das Interview führte Björn Sievers.

Hier erfährst du noch mehr über Ezzats Studiengang.