Alona: Zum Glück Diplom

Ballett tanzen und den Verkehr der Zukunft planen? Für die 21-jährige Alona sind das keine Gegensätze. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit 10 Jahren in Deutschland und studiert im 7. Semester Verkehrsingenieurwesen an der TU Dresden. Im Interview erzählt sie, was Glück und ein Diplom gemeinsam haben.

Erinnerst Du Dich noch an Deinen ersten Gedanken an ein Studium?
Schon in der Grundschule, aber nur, weil alle Erwachsenen gesagt haben, dass Studieren so unglaublich schwer sei. Zweifel wecken meinen Ehrgeiz. Naturwissenschaften sind für Jungs? Na, dann probiere ich das! Mathe und Physik sind voll schwer? Will ich wissen! Diplomingenieur*in zu werden ist anstrengend? Dann mache ich das! Ich möchte anderen zeigen: Man kann das schaffen und Ingenieurwesen studieren, auch ohne 24 Stunden pro Tag nonstop zu lernen. 

Verkehr, Mobilität und Transportlogistik – Es gibt ja viele Optionen, Verkehrsingenieurwesen zu studieren. Warum hast du dich für die TU Dresden entschieden?
Am Ende des Abiturs war ich ziemlich planlos. Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurse belegt und wollte ein Studium im Ingenieurbereich probieren. Ich wusste, dass die TU Dresden einen guten Ruf hat und habe auf der Webseite geschaut, was es für Studiengänge gibt. Verkehrsingenieurwesen klang facettenreich, interessant und zukunftsrelevant. Erst im Nachhinein habe ich begriffen, was ich für ein Glück hatte.

Inwiefern?
Überall sonst wird Verkehrsingenieurwesen im Bachelor- oder Masterstudiengang angeboten. Nur an der TU Dresden gibt es den Studiengang mit Diplom-Abschluss und das auch noch besonders umfangreich. Das war mir anfangs nicht klar und jetzt bin ich froh über diesen Weg. 

Nimm uns mal ein bisschen mit ins Studium des Verkehrswesens…
Das breite Spektrum an Möglichkeiten reizt mich. Im Grundstudium blickt man in alle Bereiche hinein: Straßen-, Schienen-, Luft- und sogar Wasserverkehr waren Thema. Abgesehen davon muss man Ingenieur-Fächer wie Mathe, Physik, Technische Mechanik, Informatik etc. besuchen, aber sie sind nur ein Bruchteil des Studiums. In Vorlesungen wie „Umwelt und Verkehr“, „Telematik“, „Verkehrswirtschaft“ und sogar „Verkehrspsychologie“ lernt man dagegen so viel über den modernen Verkehr. Was einem hier gefällt, kann man im Hauptstudium ab dem 5. Semester individuell vertiefen.

Und später kommen sicher Pflicht-Praktika dazu?
Das 9. Semester ist für alle ein Praxissemester. Wer mag, kann das auch im Ausland absolvieren. Ich bin erst im 7. Semester, aber erste Erfahrungen konnte ich schon in den Ferien als Werkstudentin bei Siemens sammeln. Mein Professor im Fach Fahrleitungen hat Studierende gesucht, die ihn bei seinen Versuchen an Fahrleitungen auf einer echten Bahnstrecke im Freien unterstützen. Ich habe Kamera und Messeinrichtungen bedient und war übrigens die einzige Frau auf der Baustelle, aber es war allen völlig egal. 

Brauchtest Du spezielle Vorkenntnisse für dein Studium?
Mathe und Physik als Leistungskurse besucht zu haben, war schon von Vorteil. Darüber hinaus habe ich nur die Brückenkurse besucht. Die frischen im Schnelldurchlauf den Abiturstoff auf. Aber da das Abi bei mir sehr frisch war, habe ich die Zeit eher genutzt, andere Erstis kennenzulernen. So ein Kurs ist also so oder so empfehlenswert und Kontakte sind wirklich wichtig. Ältere Studierende können einen super mit Altklausuren und Insidertipps versorgen. 

Was machst du als Ausgleich zum Lernen?
Ich tanze Ballett, nähe und interessiere mich für Mode-Design und Kunst. Das ist ein krasser Gegensatz zu meinem Studium. Wenn man mich sieht, denkt niemand daran, dass ich VIW studieren könnte. Mit diesem Klischee möchte ich aufräumen. Ich kann mich für Mode interessieren, Ballett tanzen und Ingenieurin sein! Ich sehe, wie die Welt sich ändert. Aber es könnten noch viel mehr Frauen Ingenieurwesen studieren, wenn sie nur wüssten, dass es so viel mehr Ingenieursstudiengänge gibt als nur Maschinenbau.

Hast du schon Pläne, was du nach deinem Abschluss machen möchtest?
Ich liebe es, in Dresden zu leben und würde gerne in der Nähe meiner Familie bleiben. Besonders in Sachsen sind auch viele Unternehmen angesiedelt, die sich mit dem Betreiben, Bauen und Forschen an elektrischen Verkehrsmitteln bereits beschäftigen.

Das Interview führte Franziska Lange.

Ballett tanzen und den Verkehr der Zukunft planen? Für die 21-jährige Alona sind das keine Gegensätze. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit 10 Jahren in Deutschland und studiert im 7. Semester Verkehrsingenieurwesen an der TU Dresden. Im Interview erzählt sie, was Glück und ein Diplom gemeinsam haben.

Erinnerst Du Dich noch an Deinen ersten Gedanken an ein Studium?
Schon in der Grundschule, aber nur, weil alle Erwachsenen gesagt haben, dass Studieren so unglaublich schwer sei. Zweifel wecken meinen Ehrgeiz. Naturwissenschaften sind für Jungs? Na, dann probiere ich das! Mathe und Physik sind voll schwer? Will ich wissen! Diplomingenieur*in zu werden ist anstrengend? Dann mache ich das! Ich möchte anderen zeigen: Man kann das schaffen und Ingenieurwesen studieren, auch ohne 24 Stunden pro Tag nonstop zu lernen. 

Verkehr, Mobilität und Transportlogistik – Es gibt ja viele Optionen, Verkehrsingenieurwesen zu studieren. Warum hast du dich für die TU Dresden entschieden?
Am Ende des Abiturs war ich ziemlich planlos. Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurse belegt und wollte ein Studium im Ingenieurbereich probieren. Ich wusste, dass die TU Dresden einen guten Ruf hat und habe auf der Webseite geschaut, was es für Studiengänge gibt. Verkehrsingenieurwesen klang facettenreich, interessant und zukunftsrelevant. Erst im Nachhinein habe ich begriffen, was ich für ein Glück hatte.

Inwiefern?
Überall sonst wird Verkehrsingenieurwesen im Bachelor- oder Masterstudiengang angeboten. Nur an der TU Dresden gibt es den Studiengang mit Diplom-Abschluss und das auch noch besonders umfangreich. Das war mir anfangs nicht klar und jetzt bin ich froh über diesen Weg. 

Nimm uns mal ein bisschen mit ins Studium des Verkehrswesens…
Das breite Spektrum an Möglichkeiten reizt mich. Im Grundstudium blickt man in alle Bereiche hinein: Straßen-, Schienen-, Luft- und sogar Wasserverkehr waren Thema. Abgesehen davon muss man Ingenieur-Fächer wie Mathe, Physik, Technische Mechanik, Informatik etc. besuchen, aber sie sind nur ein Bruchteil des Studiums. In Vorlesungen wie „Umwelt und Verkehr“, „Telematik“, „Verkehrswirtschaft“ und sogar „Verkehrspsychologie“ lernt man dagegen so viel über den modernen Verkehr. Was einem hier gefällt, kann man im Hauptstudium ab dem 5. Semester individuell vertiefen.

Was machst du als Ausgleich zum Lernen?
Ich tanze Ballett, nähe und interessiere mich für Mode-Design und Kunst. Das ist ein krasser Gegensatz zu meinem Studium. Wenn man mich sieht, denkt niemand daran, dass ich VIW studieren könnte. Mit diesem Klischee möchte ich aufräumen. Ich kann mich für Mode interessieren, Ballett tanzen und Ingenieurin sein! Ich sehe, wie die Welt sich ändert. Aber es könnten noch viel mehr Frauen Ingenieurwesen studieren, wenn sie nur wüssten, dass es so viel mehr Ingenieursstudiengänge gibt als nur Maschinenbau.

Das Interview führte Franziska Lange.