Mark liebt und lebt für den Wald

»Ich bin im Wald groß geworden, gehe jagen oder einfach nur spazieren. Es wurde Zeit für mich zu wissen, wo Holz eigentlich herkommt.« Heute studiert Mark Forstwissenschaften an der TU Dresden.

Holz als Leidenschaft
Nach Abitur, Wehrdienst und kurzer Auszeit in Schweden hat Mark eine Ausbildung zum Tischler begonnen und als Innungsbester abgeschlossen. Sein Interesse am Rohstoff Holz war mittlerweile so groß, dass ihm das Wissen um dessen Verarbeitung nicht mehr ausreichte. »Außerdem wollte ich sowieso studieren, einfach, um es mal gemacht zu haben«, sagt Mark und lacht. »Bei Forstwissenschaften machst du wirklich alles, von biologischen Prozessen, Grundlagenchemie, Bodenkunde, Insekten- und Waldwachstumslehre, Mathematik, Statistik bis hin zu Inventur, Betriebsführung, Management und Forstpolitik.«

Von Dresden geflasht
Auf Dresden aufmerksam wurde Mark durch die Broschüre »Pack dein Studium«. »Das Interesse der Uni, junge Leute für ihre Studiengänge zu begeistern, hat mir imponiert. Naja und ich musste hier kein Vorpraktikum machen. Und nach 23 Jahren in meinem Heimatort Celle wollte ich irgendwohin, wo ich noch nie war und keinen kannte. Der Anblick der Elbpromenade hat mich dann auch gleich geflasht. Ich war erstaunt, wie groß das alles ist. Also zumindest für mich, der da irgendwo aus der Heide kommt.«

Familiär und feierfreudig
Obwohl zur TU Dresden gehörend, wird die Fachrichtung Forstwissenschaft 20 km außerhalb gelehrt. »Tharandt ist ein kleiner Ort. Dennoch gibt es hier alles, was man braucht. Es ist sehr familiär und ich habe schnell Anschluss gefunden. Die Professor*innen können sehr ernst sein, sind aber auch Kumpeltypen. Sie lassen dich niemals alleine. Und wir haben hier den Laufsteg für Forstmode. Der einzige Nachteil: Der Campus hat keine Kneipe. Dafür schätze ich die Nähe zur Dresdner Neustadt sehr, denn als Förster sollte man definitiv feiern können.«

Das Gespräch führten Caroline Förster und Thomas Scheufler.

»Ich bin im Wald groß geworden, gehe jagen oder einfach nur spazieren. Es wurde Zeit für mich zu wissen, wo Holz eigentlich herkommt.« Heute studiert Mark Forstwissenschaften an der TU Dresden.

Holz als Leidenschaft
Nach Abitur, Wehrdienst und kurzer Auszeit in Schweden hat Mark eine Ausbildung zum Tischler begonnen und als Innungsbester abgeschlossen. Sein Interesse am Rohstoff Holz war mittlerweile so groß, dass ihm das Wissen um dessen Verarbeitung nicht mehr ausreichte. »Außerdem wollte ich sowieso studieren, einfach, um es mal gemacht zu haben«, sagt Mark und lacht. »Bei Forstwissenschaften machst du wirklich alles, von biologischen Prozessen, Grundlagenchemie, Bodenkunde, Insekten- und Waldwachstumslehre, Mathematik, Statistik bis hin zu Inventur, Betriebsführung, Management und Forstpolitik.«

Von Dresden geflasht
Auf Dresden aufmerksam wurde Mark durch »Pack dein Studium«. »Nach 23 Jahren in meinem Heimatort Celle wollte ich irgendwohin, wo ich noch nie war und keinen kannte. Der Anblick der Elbpromenade hat mich dann auch gleich geflasht. Ich war erstaunt, wie groß das alles ist. Also zumindest für mich, der da irgendwo aus der Heide kommt.«

Familiär und feierfreudig
Obwohl zur TU Dresden gehörend, wird die Fachrichtung Forstwissenschaft 20 km außerhalb gelehrt. »Tharandt ist ein kleiner Ort. Dennoch gibt es hier alles, was man braucht. Es ist sehr familiär und ich habe schnell Anschluss gefunden. Der einzige Nachteil: Der Campus hat keine Kneipe. Dafür schätze ich die Nähe zur Dresdner Neustadt sehr, denn als Förster sollte man definitiv feiern können.«

Das Gespräch führten Caroline Förster und Thomas Scheufler.


Jennifer und Erik: Straftätern auf der Spur

Fingerabdrücke im Internet aufspüren? Für die angehenden IT-Experten Erik und Jennifer ist das eine ihrer leichtesten Übungen. Polizei, Kriminalamt und Gerichte brauchen sie, um Straftaten aufzudecken.

Was fasziniert Euch an der Forensik?
Jennifer: Forensikerinnen und Forensiker untersuchen Kriminalfälle systematisch. Gerade die Kombination aus den verschiedenen Themenkomplexen der Informatik, Kriminologie und Kriminalistik zusammen mit den biologischen Grundlagen macht für mich den Reiz aus.
Erik: Ich war auf der Suche nach einem Studiengang, der Zukunft hat und mir ein spannendes Berufsfeld eröffnet. So bin ich auf Forensik an der Hochschule Mittweida gestoßen. Am meisten interessiert mich der digitale Bereich. Gerade jetzt, wo die Digitalisierung eine immer größere Rolle spielt, bin ich einfach nur erstaunt, was wir alles lernen und was alles möglich ist.

Brauchtet Ihr spezielle Vorkenntnisse und wie habt Ihr Euch auf das Studium vorbereitet?
Jennifer: Theoretisch sind kaum Vorkenntnisse nötig, wir lernen ja so gut wie alles in Mathematik, Physik und Informatik von Grund auf. Allerdings werden die Themen schnell komplexer. Deshalb bietet die Hochschule vor dem ersten Semester Vorkurse an, die die nötigen Kenntnisse vermitteln. Diese habe ich allerdings nicht besucht, da ich in Informatik Abitur gemacht habe. Für Mathe und Physik haben wir uns dann während des Semesters in Lerngruppen zusammen gefunden, um uns gegenseitig zu helfen.
Erik: Wer an ein Forensik-Studium denkt, sollte einen PC bedienen können. Der Rest wird einem beigebracht.

Welche Herausforderungen im Studium gab es oder gibt es?
Erik: Ich muss gestehen, das Studium fällt mir nicht immer so leicht wie ich es mir wünschen würde, aber mit etwas Mühe und viel Lernen ist das zu schaffen. Ich habe bisher alles überstanden. Meine größte Herausforderung ist und war die Mathematik.
Jennifer: So geht es den meisten aus unserem Jahrgang, Mathe im ersten Semester und Physik im zweiten Semester ist für viele eine Hürde. Aber mit viel Fleiß und Hilfe untereinander ist das Pensum machbar. Man muss sich eben etwas reinhängen, aber das ist ja bei den meisten MINT Studiengängen so.

Forensik als Studiengang bieten deutschlandweit nur vier Hochschulen an, warum habt Ihr Euch für Mittweida entschieden?
Jennifer: Für mich war die Kombination »Allgemeine und Digitale Forensik« ausschlaggebend. Und die gibt es tatsächlich nur in Mittweida. Außerdem liegt Mittweida nur 1,5 Stunden Fahrtzeit von meiner Heimatstadt Hof entfernt. Perfekt, um meine Freundschaften zu Hause weiter zu pflegen.
Erik: Durch meine Nachbarin zuhause in Thüringen und eine Mitbewohnerin bin ich auf Mittweida gestoßen und dann auf den Studiengang Forensik. Andere Hochschulen wären für mich nur in Frage gekommen, wenn ich etwas anderes studiert hätte.

Mittweida als Stadt …
Erik: … ist recht klein. Alles ist sehr nah zusammen und schnell zu erreichen. Es fühlt sich familiär an hier. Zum Studieren ist Mittweida völlig ausreichend, vielleicht sogar besser als andere Städte. Wer möchte, kann auch hier rund um die Uhr feiern und wilde Partys haben oder die Seele im Park baumeln lassen. Und wer in Shopping-Laune ist, erreicht Chemnitz mit dem Zug in 20 Minuten.
Jennifer: …gefällt mir sehr, weil es hier wenig anonym ist. Man trifft Dozentinnen und Dozenten sowie Professorinnen und Professoren beim Einkaufen oder bei einem Bier im Studentenclub – das gibt es in Dresden oder Leipzig wohl eher nicht und zeigt auch das familiäre Verhältnis an der Hochschule selbst. Wir sind im Sommer viel draußen, verbringen die Zeit mit Freunden im Park oder an der Torfgrube. Und für Musikliebhaberinnen und -liebhaber egal welcher Richtung werden regelmäßig Konzerte von den Studenten organisiert.

Und danach? Habt Ihr schon Pläne nach dem Abschluss?
Erik: Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich einen Master machen möchte, aber wenn, dann am liebsten in Mittweida.
Jennifer: Ich wäge gerade zwischen mehreren Möglichkeiten ab. Ich könnte mich beim Bundes- oder einem Landeskriminalamt bewerben oder überlege, einen Master in Forensik oder Kriminologie zu machen.

Das Interview führte Franziska Lange.

Fingerabdrücke im Internet aufspüren? Für die angehenden IT-Experten Erik und Jennifer ist das eine ihrer leichtesten Übungen. Polizei, Kriminalamt und Gerichte brauchen sie, um Straftaten aufzudecken.

Was fasziniert Euch an der Forensik?
Jennifer: Forensikerinnen und Forensiker untersuchen Kriminalfälle systematisch. Gerade die Kombination aus den verschiedenen Themenkomplexen der Informatik, Kriminologie und Kriminalistik zusammen mit den biologischen Grundlagen macht für mich den Reiz aus.
Erik: Ich war auf der Suche nach einem Studiengang, der Zukunft hat und mir ein spannendes Berufsfeld eröffnet. So bin ich auf Forensik gestoßen. Am meisten interessiert mich der digitale Bereich. Gerade jetzt, wo die Digitalisierung eine immer größere Rolle spielt, bin ich einfach nur erstaunt, was wir alles lernen und was alles möglich ist.

Brauchtet Ihr spezielle Vorkenntnisse und wie habt Ihr Euch auf das Studium vorbereitet?
Jennifer: Theoretisch sind kaum Vorkenntnisse nötig, wir lernen ja so gut wie alles in Mathematik, Physik und Informatik von Grund auf. Allerdings werden die Themen schnell komplexer. Deshalb bietet die Hochschule vor dem ersten Semester Vorkurse an, die die nötigen Kenntnisse vermitteln. Für Mathe und Physik haben wir uns während des Semesters in Lerngruppen zusammen gefunden, um uns gegenseitig zu helfen.
Erik: Wer an ein Forensik-Studium denkt, sollte einen PC bedienen können. Der Rest wird einem beigebracht.

Welche Herausforderungen im Studium gab es oder gibt es?
Erik: Ich muss gestehen, das Studium fällt mir nicht immer so leicht wie ich es mir wünschen würde, aber mit etwas Mühe und viel Lernen ist das zu schaffen. Ich habe bisher alles überstanden.
Jennifer: So geht es den meisten aus unserem Jahrgang, Mathe im ersten Semester und Physik im zweiten Semester ist für viele eine Hürde. Aber mit viel Fleiß und Hilfe untereinander ist das Pensum machbar. Man muss sich eben etwas reinhängen, aber das ist ja bei den meisten MINT Studiengängen so.

Forensik als Studiengang bieten deutschlandweit nur vier Hochschulen an, warum habt Ihr Euch für Mittweida entschieden?
Jennifer: Für mich war die Kombination »Allgemeine und Digitale Forensik« ausschlaggebend. Und die gibt es tatsächlich nur in Mittweida. Außerdem liegt Mittweida nur 1,5 Stunden Fahrtzeit von meiner Heimatstadt Hof entfernt. Perfekt, um meine Freundschaften zu Hause weiter zu pflegen.
Erik: Durch meine Nachbarin zuhause in Thüringen und eine Mitbewohnerin bin ich auf Mittweida gestoßen und dann auf den Studiengang Forensik. Andere Hochschulen wären für mich nur in Frage gekommen, wenn ich etwas anderes studiert hätte.

Mittweida als Stadt …
Erik: … ist recht klein. Alles ist sehr nah zusammen und schnell zu erreichen. Es fühlt sich familiär an hier. Zum Studieren ist Mittweida völlig ausreichend, vielleicht sogar besser als andere Städte.
Jennifer: …gefällt mir sehr, weil es hier wenig anonym ist. Man trifft Dozentinnen und Dozenten sowie Professorinnen und Professoren beim Einkaufen oder bei einem Bier im Studentenclub – das gibt es in Dresden oder Leipzig wohl eher nicht und zeigt auch das familiäre Verhältnis an der Hochschule selbst. 

Das Interview führte Franziska Lange.


Florian studiert die Zukunft

Klassischen Maschinenbau mit der digitalen Technik von morgen zu verbinden, das Wissen von Beginn an praktisch anzuwenden und dabei schon Geld verdienen – im Studiengang Digital Engineering an der Staatlichen Studienakademie Glauchau hat der 20jährige Florian eine zukunftsweisende Kombination gefunden.

Roboter, die uns die Arbeit abnehmen oder selbstfahrende Autos klingen für viele immer noch nach Zukunftsmusik. Für dich auch?
Klar ist, dass wir lernen müssen, klassisches Wissen neu zu kombinieren. Durch die steigende Digitalisierung von nahezu allem wird man um Informatikwissen nicht mehr drum herumkommen. Diese Zukunftsorientierung reizt mich an der Verbindung eines Ingenieurstudiengangs mit der Informatik. Bestes Beispiel sind Autos. Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, dass selbstfahrende Autos bald auch auf öffentlichen Straßen unterwegs sein werden. Um so etwas realisieren zu können, benötigt es viel informatisches Wissen. Trotzdem hat ein Auto immer noch vier Räder. Damit will ich sagen, dass man in Zukunft bei steigendem Bedarf an Informatikerinnen und Informatikern immer noch Maschinenbauerinnen und Maschinenbauer benötigt. Digital Engineering vereint diese beiden Felder.

Das klingt ganz schön anspruchsvoll.
Umfangreich ist dieser Studiengang ohne Frage. Die einzelnen Fächer sind ziemlich anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Mit ein bisschen Verständnis von Mathe und Physik lässt sich schon das meiste bewältigen.

Wie hast du dich vor deinem Studium bei der Fülle an Studiengängen orientiert?
Durch mein großes Interesse an Physik, Mathematik und dem Wunsch eines dualen Studiums hat sich von vornherein schon die Gesamtauswahl an Studiengängen beschränkt. Demnach musste ich mich nur noch auf Messen nach verschiedenen Maschinenbau- und Informatikstudiengängen umsehen.

Und so bist du auf Digital Engineering gekommen?
Ja, ich bin auf einer Berufsmesse in Chemnitz darauf gestoßen. Eigentlich wollte ich mich dort nach einem dualen Maschinenbaustudium erkundigen. Erfahren habe ich aber, dass es diese Konstellation so nicht gibt und wurde auf einen Stand verwiesen, der etwas Ähnliches anbietet. Dort habe ich meinen jetzigen Studiengangsleiter getroffen, der mir ausführlich und umfangreich den neuen und zukunftsweisenden Studiengang »Digital Engineering« erklärt hat.

Mittlerweile studierst du im dritten Semester…
… und genieße die Vorteile des BA-Studiums, nämlich die dichte Anlehnung an das Berufsleben. Während meine Freunde sagen können, »Ach, heute hab ich keine Lust auf Uni«, muss ich aufgrund meines Arbeitsvertrages an allen Vorlesungen teilnehmen. Dies bereitet einen sehr gut auf das Berufsleben vor. Ebenso erhalte ich jeden Monat ein sehr gutes Gehalt (für einen Studenten), ohne dass ich einen Nebenjob annehmen müsste.

Zu einem BA-Studium gehört immer ein Praxispartner. Wer ist das bei dir?
Das ist das Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V., kurz ICM genannt. Gefunden habe ich es über eine lange Liste an Praxispartnern, die mir mein Studiengangsleiter auf der Messe mitgegeben hatte. Diese habe ich gezielt nach denen durchsucht, die sich mit Robotik beschäftigen. Übrig blieb unter anderen mein jetziger Praxispartner.

Lässt dir der Studienablauf auch Freiräume, die du selbst gestalten kannst?
Der Ablauf ist reguliert ähnlich wie ein Stundenplan in der Schule, weil die Lehrzeit ja stark komprimiert ist. Drei Monate dauert eine Theoriephase an der Berufsakademie, danach folgen drei Monate Praxisphase im Unternehmen. Ein bisschen Freiraum bleibt dennoch. Man kann sich für Exkurse oder andere Weiterbildungen freistellen lassen. Auch Auslandssemester sind möglich.

Würdest du wieder in Glauchau studieren?
Je länger ich studiere, desto mehr merke ich, wie richtig diese Entscheidung war. Ich würde auch ein zweites Mal wieder in Glauchau studieren. Manko: Die Stadt ist relativ klein, ihr fehlt ein lebendiges Nachtleben. Dagegen könnte man die Studienakademie als kleine Stadt in einer Stadt definieren. Sie ist bestrebt, stets die modernste Technik zu verwenden. Das gesamte Laborgebäude ist z. B. mit den neuesten Gerätschaften ausgestattet. Bei der Betreuung fühlt man sich wohl. Aus meiner Erfahrung heraus nimmt sich jede Dozentin und jeder Dozent die Zeit, offene Fragen der Studierenden in der Vorlesung oder in einer separaten Konsultation zu beantworten. Auch bei Fragen außerhalb vom Studium hatte unser Studiengangsleiter immer ein Ohr für uns. Ich bin voll und ganz zufrieden.

Das Interview führte Franziska Lange.

Klassischen Maschinenbau mit der digitalen Technik von morgen zu verbinden - im Studiengang Digital Engineering an der Staatlichen Studienakademie Glauchau hat der 20jährige Florian eine zukunftsweisende Kombination gefunden.

Roboter, die uns die Arbeit abnehmen oder selbstfahrende Autos klingen für viele immer noch nach Zukunftsmusik. Für dich auch?
Klar ist, dass wir lernen müssen, klassisches Wissen neu zu kombinieren. Durch die steigende Digitalisierung von nahezu allem wird man um Informatikwissen nicht mehr drum herumkommen. Diese Zukunftsorientierung reizt mich an der Verbindung eines Ingenieurstudiengangs mit der Informatik. Bestes Beispiel sind Autos. Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, dass selbstfahrende Autos bald auch auf öffentlichen Straßen unterwegs sein werden. Um so etwas realisieren zu können, benötigt es viel informatisches Wissen. Trotzdem hat ein Auto immer noch vier Räder. Damit will ich sagen, dass man in Zukunft bei steigendem Bedarf an Informatikerinnen und Informatikern immer noch Maschinenbauerinnen und Maschinenbauer benötigt. Digital Engineering vereint diese beiden Felder.

Wie hast du dich vor deinem Studium bei der Fülle an Studiengängen orientiert?
Durch mein großes Interesse an Physik, Mathematik und dem Wunsch eines dualen Studiums hat sich von vornherein schon die Gesamtauswahl an Studiengängen beschränkt. Demnach musste ich mich nur noch auf Messen nach verschiedenen Maschinenbau- und Informatikstudiengängen umsehen.

Mittlerweile studierst du im dritten Semester…
… und genieße die Vorteile des BA-Studiums, nämlich die dichte Anlehnung an das Berufsleben. Während meine Freunde sagen können, »Ach, heute hab ich keine Lust auf Uni«, muss ich aufgrund meines Arbeitsvertrages an allen Vorlesungen teilnehmen. Dies bereitet einen sehr gut auf das Berufsleben vor. Ebenso erhalte ich jeden Monat ein sehr gutes Gehalt (für einen Studenten), ohne dass ich einen Nebenjob annehmen müsste.

Zu einem BA-Studium gehört immer ein Praxispartner. Wer ist das bei dir?
Das ist das Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V., kurz ICM genannt. Gefunden habe ich es über eine lange Liste an Praxispartnern, die mir mein Studiengangsleiter auf der Messe mitgegeben hatte. Diese habe ich gezielt nach denen durchsucht, die sich mit Robotik beschäftigen. Übrig blieb unter anderen mein jetziger Praxispartner.

Würdest du wieder in Glauchau studieren?
Je länger ich studiere, desto mehr merke ich, wie richtig diese Entscheidung war. Ich würde auch ein zweites Mal wieder in Glauchau studieren. Die Studienakademie ist eine kleine Stadt in einer Stadt. Sie ist bestrebt, stets die modernste Technik zu verwenden. Das gesamte Laborgebäude ist z. B. mit den neuesten Gerätschaften ausgestattet und bei der Betreuung fühlt man sich wohl. Ich bin voll und ganz zufrieden.

Das Interview führte Franziska Lange.


Alona: Zum Glück Diplom

Ballett tanzen und den Verkehr der Zukunft planen? Für die 21-jährige Alona sind das keine Gegensätze. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit 10 Jahren in Deutschland und studiert im 7. Semester Verkehrsingenieurwesen an der TU Dresden. Im Interview erzählt sie, was Glück und ein Diplom gemeinsam haben.

Erinnerst Du Dich noch an Deinen ersten Gedanken an ein Studium?
Schon in der Grundschule, aber nur, weil alle Erwachsenen gesagt haben, dass Studieren so unglaublich schwer sei. Zweifel wecken meinen Ehrgeiz. Naturwissenschaften sind für Jungs? Na, dann probiere ich das! Mathe und Physik sind voll schwer? Will ich wissen! Diplomingenieurin werden ist anstrengend? Dann mache ich das! Ich möchte anderen zeigen: Man kann das schaffen und Ingenieurwesen studieren, auch ohne 24 Stunden pro Tag nonstop zu lernen. 

Verkehr, Mobilität und Transportlogistik – Es gibt ja viele Optionen, Verkehrsingenieurwesen zu studieren. Warum hast du dich für die TU Dresden entschieden?
Am Ende des Abiturs war ich ziemlich planlos. Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurse belegt und wollte ein Studium im Ingenieurbereich probieren. Ich wusste, dass die TU Dresden einen guten Ruf hat und habe auf der Webseite geschaut, was es für Studiengänge gibt. Verkehrsingenieurwesen klang facettenreich, interessant und zukunftsrelevant. Erst im Nachhinein habe ich begriffen, was ich für ein Glück hatte.

Inwiefern?
Überall sonst wird Verkehrsingenieurwesen im Bachelor- oder Masterstudiengang angeboten. Nur an der TU Dresden gibt es den Studiengang mit Diplom-Abschluss und das auch noch besonders umfangreich. Das war mir anfangs nicht klar und jetzt bin ich froh über diesen Weg. 

Nimm uns mal ein bisschen mit ins Studium des Verkehrswesens…
Das breite Spektrum an Möglichkeiten reizt mich. Im Grundstudium blickt man in alle Bereiche hinein: Straßen-, Schienen-, Luft- und sogar Wasserverkehr waren Thema. Abgesehen davon muss man Ingenieur-Fächer wie Mathe, Physik, Technische Mechanik, Informatik etc. besuchen, aber sie sind nur ein Bruchteil des Studiums. In Vorlesungen wie »Umwelt und Verkehr«, »Telematik«, »Verkehrswirtschaft« und sogar »Verkehrspsychologie« lernt man dagegen so viel über den modernen Verkehr. Was einem hier gefällt, kann man im Hauptstudium ab dem 5. Semester individuell vertiefen.

Und später kommen sicher Pflicht-Praktika dazu?
Das 9. Semester ist für alle ein Praxissemester. Wer mag, kann das auch im Ausland absolvieren. Ich bin erst im 7. Semester, aber erste Erfahrungen konnte ich schon in den Ferien als Werkstudentin bei Siemens sammeln. Mein Professor im Fach Fahrleitungen hat Studierende gesucht, die ihn bei seinen Versuchen an Fahrleitungen auf einer echten Bahnstrecke im Freien unterstützen. Ich habe Kamera und Messeinrichtungen bedient und war übrigens die einzige Frau auf der Baustelle, aber es war allen völlig egal. 

Brauchtest Du spezielle Vorkenntnisse für dein Studium?
Mathe und Physik als Leistungskurse besucht zu haben, war schon von Vorteil. Darüber hinaus habe ich nur die Brückenkurse besucht. Die frischen im Schnelldurchlauf den Abiturstoff auf. Aber da das Abi bei mir sehr frisch war, habe ich die Zeit eher genutzt, andere Erstis kennenzulernen. So ein Kurs ist also so oder so empfehlenswert und Kontakte sind wirklich wichtig. Ältere Studierende können einen super mit Altklausuren und Insidertipps versorgen. 

Was machst du als Ausgleich zum Lernen?
Ich tanze Ballett, nähe und interessiere mich für Mode-Design und Kunst. Das ist ein krasser Gegensatz zu meinem Studium. Wenn man mich sieht, denkt niemand daran, dass ich VIW studieren könnte. Mit diesem Klischee möchte ich aufräumen. Ich kann mich für Mode interessieren, Ballett tanzen und Ingenieurin sein! Ich sehe, wie die Welt sich ändert. Aber es könnten noch viel mehr Frauen Ingenieurwesen studieren, wenn sie nur wüssten, dass es so viel mehr Ingenieursstudiengänge gibt als nur Maschinenbau.

Hast du schon Pläne, was du nach deinem Abschluss machen möchtest?
Ich liebe es, in Dresden zu leben und würde gerne in der Nähe meiner Familie bleiben. Besonders in Sachsen sind auch viele Unternehmen angesiedelt, die sich mit dem Betreiben, Bauen und Forschen an elektrischen Verkehrsmitteln bereits beschäftigen.

Das Interview führte Franziska Lange.

Ballett tanzen und den Verkehr der Zukunft planen? Für die 21-jährige Alona sind das keine Gegensätze. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit 10 Jahren in Deutschland und studiert im 7. Semester Verkehrsingenieurwesen an der TU Dresden. Im Interview erzählt sie, was Glück und ein Diplom gemeinsam haben.

Erinnerst Du Dich noch an Deinen ersten Gedanken an ein Studium?
Schon in der Grundschule, aber nur, weil alle Erwachsenen gesagt haben, dass Studieren so unglaublich schwer sei. Zweifel wecken meinen Ehrgeiz. Naturwissenschaften sind für Jungs? Na, dann probiere ich das! Mathe und Physik sind voll schwer? Will ich wissen! Diplomingenieur*in zu werden ist anstrengend? Dann mache ich das! Ich möchte anderen zeigen: Man kann das schaffen und Ingenieurwesen studieren, auch ohne 24 Stunden pro Tag nonstop zu lernen. 

Verkehr, Mobilität und Transportlogistik – Es gibt ja viele Optionen, Verkehrsingenieurwesen zu studieren. Warum hast du dich für die TU Dresden entschieden?
Am Ende des Abiturs war ich ziemlich planlos. Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurse belegt und wollte ein Studium im Ingenieurbereich probieren. Ich wusste, dass die TU Dresden einen guten Ruf hat und habe auf der Webseite geschaut, was es für Studiengänge gibt. Verkehrsingenieurwesen klang facettenreich, interessant und zukunftsrelevant. Erst im Nachhinein habe ich begriffen, was ich für ein Glück hatte.

Inwiefern?
Überall sonst wird Verkehrsingenieurwesen im Bachelor- oder Masterstudiengang angeboten. Nur an der TU Dresden gibt es den Studiengang mit Diplom-Abschluss und das auch noch besonders umfangreich. Das war mir anfangs nicht klar und jetzt bin ich froh über diesen Weg. 

Nimm uns mal ein bisschen mit ins Studium des Verkehrswesens…
Das breite Spektrum an Möglichkeiten reizt mich. Im Grundstudium blickt man in alle Bereiche hinein: Straßen-, Schienen-, Luft- und sogar Wasserverkehr waren Thema. Abgesehen davon muss man Ingenieur-Fächer wie Mathe, Physik, Technische Mechanik, Informatik etc. besuchen, aber sie sind nur ein Bruchteil des Studiums. In Vorlesungen wie »Umwelt und Verkehr«, »Telematik«, »Verkehrswirtschaft« und sogar »Verkehrspsychologie« lernt man dagegen so viel über den modernen Verkehr. Was einem hier gefällt, kann man im Hauptstudium ab dem 5. Semester individuell vertiefen.

Was machst du als Ausgleich zum Lernen?
Ich tanze Ballett, nähe und interessiere mich für Mode-Design und Kunst. Das ist ein krasser Gegensatz zu meinem Studium. Wenn man mich sieht, denkt niemand daran, dass ich VIW studieren könnte. Mit diesem Klischee möchte ich aufräumen. Ich kann mich für Mode interessieren, Ballett tanzen und Ingenieurin sein! Ich sehe, wie die Welt sich ändert. Aber es könnten noch viel mehr Frauen Ingenieurwesen studieren, wenn sie nur wüssten, dass es so viel mehr Ingenieursstudiengänge gibt als nur Maschinenbau.

Das Interview führte Franziska Lange.


Alaa baut an ihrer Zukunft

Bauwerke, errichtet nach ihren Plänen, davon träumt Alaa. Für diese Zukunft studiert sie Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig (HTWK Leipzig).

Immer einen Stein auf den anderen setzen. Mit Augenmaß und Wissen um die Details des Bauens. Solange, bis der Turm jedem Wetter standhält. Alaa hat das bereits als Kind fasziniert. Schon damals stand für sie fest, dass sie später nicht nur Bauklötzchen-Türme in die Höhe wachsen lassen möchte. Die 24-Jährige träumt von großen Bauwerken. An der HTWK Leipzig baut sie inzwischen ganz real an ihrer Zukunft.

Aufgeben ist nicht ihr Ding
Die angehende Bauingenieurin blickt auf viele Herausforderungen, wenn sie an den Beginn ihres Studiums zurückdenkt. Während ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen das Wissen aus dem Abitur wieder auffrischten, paukte Alaa Deutschvokabeln. Die Kurdin kommt aus Syrien, dort hat sie auch das Abitur gemacht. Seit 2015 lebt sie in Deutschland. In nur einem Jahr eine fremde Sprache lernen, sich in eine neue Umgebung und ein anderes Lernsystem einleben – die Liste an Dingen, die sie bewältigen musste, ist lang. Und dann sei da ja auch noch ihre Familie, die sie unbedingt unterstützen möchte, erzählt Alaa. Doch Aufgeben ist nicht Alaas Ding, ihr Studiengang dagegen schon. 

Praktisch und familiär
Das Bauingenieurstudium an der HTWK Leipzig vereinbart praktische und theoretische Studienschwerpunkte. Handfest geht es in den Labor-Praktika zu, an die sich Alaa gern erinnert. »Beim Praktikum zum Thema Bodenarten konnten wir die einzelnen Bodenarten berühren, riechen und auswerten. Wir haben die einzelnen Bestandteile herausgesiebt, getrennt und in chemischen Versuchen analysiert.« Dass sie heute mit Freude lernen kann, ist für Alaa nicht selbstverständlich. Gerade am Anfang sei das Studium sehr schwer für sie gewesen. »Ich kam oft durcheinander wegen der fachlichen Sprache.« Geholfen hat ihr die Unterstützung der Dozentinnen und Dozenten. Mit etwas mehr als 6.000 eingeschriebenen Studierenden herrscht an der Leipziger Hochschule für angewandte Wissenschaften ein familiäres Klima. 

Im Grünen tankt Alaa Kraft
Neben der Sprache hat Alaa die Vorkurse besucht, um sich auf ihr Studium vorzubereiten. Die Kurse werden für alle Studierenden angeboten und helfen, das Abitur-Wissen in Fächern wie Mathe und Chemie aufzufrischen. Zudem vermitteln sie erste Fachkenntnisse wie etwa Baustoffkunde. Gerade zu Beginn habe ihr das sehr geholfen, genauso wie die Ausflüge ins Grüne. Dabei tankt sie Kraft. Nicht allein wegen des vielen Grüns hat sie die Stadt lieben gelernt. »Leipzig ist international und so reich an Kultur und Natur, genauso wie eine lebendige Stadt für mich sein muss«, schwärmt Alaa. Nach dem Bachelorstudium möchte sie ihren Master machen, ihre Grundmauern weiter bauen und später Bauwerke bestaunen, die sie als Ingenieurin Stein für Stein für Leipzig mit geplant hat.

Das Gespräch führte Franziska Lange.

Bauwerke, errichtet nach ihren Plänen, davon träumt Alaa. Für diese Zukunft studiert sie Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig (HTWK Leipzig).

Immer einen Stein auf den anderen setzen. Mit Augenmaß und Wissen um die Details des Bauens. Solange, bis der Turm jedem Wetter standhält. Alaa hat das bereits als Kind fasziniert. Schon damals stand für sie fest, dass sie später nicht nur Bauklötzchen-Türme in die Höhe wachsen lassen möchte. Die 24-Jährige träumt von großen Bauwerken. An der HTWK Leipzig baut sie inzwischen ganz real an ihrer Zukunft.

Aufgeben ist nicht ihr Ding
Die angehende Bauingenieurin blickt auf viele Herausforderungen, wenn sie an den Beginn ihres Studiums zurückdenkt. Während ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen das Wissen aus dem Abitur wieder auffrischten, paukte Alaa Deutschvokabeln. Die Kurdin kommt aus Syrien, dort hat sie auch das Abitur gemacht. Seit 2015 lebt sie in Deutschland. In nur einem Jahr eine fremde Sprache lernen, sich in eine neue Umgebung und ein anderes Lernsystem einleben – die Liste an Dingen, die sie bewältigen musste, ist lang. Und dann sei da ja auch noch ihre Familie, die sie unbedingt unterstützen möchte, erzählt Alaa. Doch Aufgeben ist nicht Alaas Ding, ihr Studiengang dagegen schon. 

Praktisch und familiär
Das Bauingenieurstudium an der HTWK Leipzig vereinbart praktische und theoretische Studienschwerpunkte. Handfest geht es in den Labor-Praktika zu, an die sich Alaa gern erinnert. »Beim Praktikum zum Thema Bodenarten konnten wir die einzelnen Bodenarten berühren, riechen und auswerten. Wir haben die einzelnen Bestandteile herausgesiebt, getrennt und in chemischen Versuchen analysiert.« Dass sie heute mit Freude lernen kann, ist für Alaa nicht selbstverständlich. Gerade am Anfang sei das Studium sehr schwer für sie gewesen. »Ich kam oft durcheinander wegen der fachlichen Sprache.« Geholfen hat ihr die Unterstützung der Dozentinnen und Dozenten. Mit etwas mehr als 6.000 eingeschriebenen Studierenden herrscht an der Leipziger Hochschule für angewandte Wissenschaften ein familiäres Klima. 

Im Grünen tankt Alaa Kraft
Neben der Sprache hat Alaa die Vorkurse besucht, um sich auf ihr Studium vorzubereiten. Die Kurse werden für alle Studierenden angeboten und helfen, das Abitur-Wissen in Fächern wie Mathe und Chemie aufzufrischen. Zudem vermitteln sie erste Fachkenntnisse wie etwa Baustoffkunde. Gerade zu Beginn habe ihr das sehr geholfen, genauso wie die Ausflüge ins Grüne. Dabei tankt sie Kraft. 

Das Gespräch führte Franziska Lange.


Benita schaut ins Innere der Erde

Ohne die Umwelt zu beschädigen, können Geophysikerinnen und Geophysiker heute Informationen über das Erdinnere gewinnen. Hunderte Kilometer tief schauen sie ins Innere der Erde. Spezielle Messverfahren machen das möglich. An der TU Bergakademie Freiberg studiert Benita Geophysik in der besonderen Kombination mit Geoinformatik.

Einzigartige Kombination
Immer dann, wenn irgendwo eine Autobahn gebaut, natürliche Ressourcen erschlossen oder geothermale Reservoire erkundet werden sollen, sind Geophysikerinnen und Geophysiker wie die 25-Jährige zur Stelle. Dann schicken sie aktiv erzeugte elastische Wellen in den Boden oder nutzen die natürlichen elektromagnetischen Felder der Erde, um damit ein Abbild des Untergrundes zu erhalten ohne auch nur ein einziges Loch graben zu müssen. Geoinformatik und Geophysik gehen dabei Hand in Hand, vor allem in Freiberg. Als einzige Hochschule in Deutschland bietet die TU Bergakademie Freiberg bereits im Bachelorstudium die Kombination aus Geophysik und Geoinformatik an. Für Benita war das einer der Hauptgründe für die traditionsreiche Hochschule in Mittelsachsen. Die gebürtige Baden-Württembergerin ist durch die Erzählungen ihrer Schwester auf die Hochschulen in Mitteldeutschland aufmerksam geworden: »Meine Schwester studierte damals in Erfurt und hat mir die Gegend schmackhaft gemacht. Außerdem wollte ich ein Stück weg von zu Hause studieren und der Norden ist mir zu flach.«

Mit Unterstützung ist alles machbar
Der Bachelorstudiengang Geophysik/Geoinformatik in Freiberg setzt sich aus sechs Semestern zusammen. »In den ersten beiden Semestern geht es um die Grundlagen«, erklärt Benita. »Da steht viel Mathematik, Physik und Informatik, aber auch Geowissenschaften auf dem Plan und die Kurse sind noch recht groß.« Individueller wird es ab dem 3. und 4. Semester. Dann kommen die Grundlagen der Geophysik dazu, mit einem umfangreichen Wahlpflichtbereich, in dem die Studierenden ihre Schwerpunkte freier gestalten können. Wer seinen Fokus statt auf die Geoinformatik zum Beispiel lieber auf die Geophysik verschieben möchte, könne das tun, erzählt Benita. Tatsächlich sei das Geophysik-Studium viel mathematiklastiger als sie angenommen habe. Besonders die Numerik hat sie anfangs vor eine Herausforderung gestellt. Mit der Unterstützung der Dozentinnen und Dozenten sei aber alles machbar, blickt Benita zurück. Sie schätzt vor allem den familiären Umgang an der Hochschule. Das mache es leicht, Fragen zu stellen. Und dann sei da ja auch noch die Motivation durch praktische Forschungen. Schon früh werden die Studierenden in die Wissenschaft eingebunden – auch im Ausland.

Wertvolle Auslandserfahrungen
Das Wissen aus den Lehrveranstaltungen hat Benita praktisch in Finnland umgesetzt. Fünf Wochen steckte sie gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie Professorinnen und Professoren Geophone für eine seismische Messkampagne. Sie koordinierte Messungen und half bei den Auswertungen. Noch tiefer in ihr zukünftiges Arbeitsumfeld blickte sie für die Abschlussarbeit ihres Masterstudiums. Gemeinsam mit einer Dozentin nahm sie in Nepal geoelektrische Messungen in einem hydrothermalen Gebiet vor. Ziel ihrer Arbeit ist es, eine Zone mit erhöhtem CO2-Austritt anhand der komplexen elektrischen Leitfähigkeit, die sich von der der angrenzenden Gesteinsschichten unterscheidet, abzubilden. Es wird dazu dienen, ein Erdbebengebiet genauer zu untersuchen und bestärkt sie, auf dem richtigen Weg zu sein. 

Beruflich Abenteuer erleben
Ihr Wissen möchte sie auch nach dem Masterabschluss anwenden. »Ich fände eine Kombination mit Umweltschutz spannend oder eine lehrende Tätigkeit in einer wissenschaftlichen Einrichtung. Im Idealfall kann ich, wie auch in meinem Studium das ein oder andere Mal, im Rahmen meiner Tätigkeiten als Geophysikerin weltweit Abenteuer erleben.« Ganz klassisch in einem Ingenieurbüro zu arbeiten, zieht Benita erst mal nicht an. Lieber schaut sie ganz praktisch ins Innere der Erde.

Das Gespräch führte Franziska Lange.

Ohne die Umwelt zu beschädigen, können Geophysikerinnen und Geophysiker heute Informationen über das Erdinnere gewinnen. Hunderte Kilometer tief schauen sie ins Innere der Erde. Spezielle Messverfahren machen das möglich. An der TU Bergakademie Freiberg studiert Benita Geophysik in der besonderen Kombination mit Geoinformatik.

Einzigartige Kombination
Immer dann, wenn irgendwo eine Autobahn gebaut, natürliche Ressourcen erschlossen oder geothermale Reservoire erkundet werden sollen, sind Geophysikerinnen und Geophysiker wie die 25-Jährige zur Stelle. Dann schicken sie aktiv erzeugte elastische Wellen in den Boden oder nutzen die natürlichen elektromagnetischen Felder der Erde, um damit ein Abbild des Untergrundes zu erhalten ohne auch nur ein einziges Loch graben zu müssen. Geoinformatik und Geophysik gehen dabei Hand in Hand, vor allem in Freiberg. Als einzige Hochschule in Deutschland bietet die TU Bergakademie Freiberg bereits im Bachelorstudium die Kombination aus Geophysik und Geoinformatik an. Für Benita war das einer der Hauptgründe für die traditionsreiche Hochschule in Mittelsachsen. 

Mit Unterstützung ist alles machbar
Der Bachelorstudiengang Geophysik/Geoinformatik in Freiberg setzt sich aus sechs Semestern zusammen. »In den ersten beiden Semestern geht es um die Grundlagen«, erklärt Benita. »Da steht viel Mathematik, Physik und Informatik, aber auch Geowissenschaften auf dem Plan und die Kurse sind noch recht groß.« Individueller wird es ab dem 3. und 4. Semester. Dann kommen die Grundlagen der Geophysik dazu, mit einem umfangreichen Wahlpflichtbereich, in dem die Studierenden ihre Schwerpunkte freier gestalten können. Wer seinen Fokus statt auf die Geoinformatik zum Beispiel lieber auf die Geophysik verschieben möchte, könne das tun, erzählt Benita von ihrem Weg. Tatsächlich sei das Geophysik-Studium viel mathematiklastiger als sie angenommen habe. Besonders die Numerik hat sie anfangs vor eine Herausforderung gestellt. Mit der Unterstützung der Dozentinnen und Dozenten sei aber alles machbar, blickt Benita zurück. Sie schätzt vor allem den familiären Umgang an der Hochschule. Das mache es leicht, Fragen zu stellen. Und dann sei da ja auch noch die Motivation durch praktische Forschungen. Schon früh werden die Studierenden in die Wissenschaft eingebunden – auch im Ausland.

Wertvolle Auslandserfahrungen
Das Wissen aus den Lehrveranstaltungen hat Benita praktisch in Finnland umgesetzt. Fünf Wochen steckte sie gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie Professorinnen und Professoren Geophone für eine seismische Messkampagne. Noch tiefer in ihr zukünftiges Arbeitsumfeld blickte sie für die Abschlussarbeit ihres Masterstudiums. Gemeinsam mit einer Dozentin nahm sie in Nepal geoelektrische Messungen in einem hydrothermalen Gebiet vor. 

Beruflich Abenteuer erleben
Ihr Wissen möchte sie auch nach dem Masterabschluss anwenden. »Ich fände eine Kombination mit Umweltschutz spannend oder eine lehrende Tätigkeit in einer wissenschaftlichen Einrichtung. Im Idealfall kann ich, wie auch in meinem Studium das ein oder andere Mal, im Rahmen meiner Tätigkeiten als Geophysikerin weltweit Abenteuer erleben.« 

Das Gespräch führte Franziska Lange.


Denise kalkuliert genau

Wie man von einer Digitalisierungsidee zur Umsetzung gelangt, treibt Denise an. Deshalb studiert sie Informatik an der Universität Leipzig – mit viel Kalkül und noch mehr Liebe zu ihrem Fach.

Analytisch vorgehen
Analyse, Weitblick, Genauigkeit – das ist das Handwerkszeug von Denise. Null oder eins, ja oder nein. Ohne strategische Abwägung keine Entscheidung. Analytische Entscheidungen sind das Erfolgsrezept der gebürtigen Bambergerin, die nicht ahnte, dass sie einmal der komplexen Informatik ihr Herz schenken würde. »Ob ich überhaupt studieren würde, war mir lange nicht klar«, erzählt die 28-Jährige und erinnert sich, dass sie vor zehn Jahren noch von Sozialer Arbeit geträumt hatte. »Dafür habe ich extra eine Fachoberschule im Sozialzweig besucht.« Denise machte das Abi – um bei einem langen USA-Aufenthalt zu dem Entschluss zu kommen, es wenigstens an einer Hochschule zu probieren. Und wenn das nicht klappen würde? »Dann wollte ich als Alternative eine Ausbildung zur Goldschmiedin machen.«

In sich hineinhören und dann entscheiden
Das Digitale zog mehr. Denise, die sich selbst als sehr emotional einschätzt, liebt rationale Entscheidungen. Was kann ich später mit meinem Studium beruflich machen? Was wird im Studium von mir verlangt? Und kann ich mir das Studium überhaupt leisten? Das sind die Fragen, die sie allen ans Herz legen würde, die nach dem richtigen Studium suchen. In sich hineinhören und dann entscheiden, das ist ihre Devise. »In der Findung stellte ich mir zwei elementare Studientätigkeiten vor: viel lesen und schreiben oder viel rechnen und durchdenken. Da wurde mir bewusst, dass ich zwar zu Schulzeiten zum Beispiel sehr gut in Englisch war, ich mir aber langfristig am ehesten vorstellen konnte, Matheaufgaben zu lösen«, erinnert sich Denise. »Für mich ist eine Volluniversität mit ihrem breiten Spektrum perfekt, später wird es schwieriger und kostspieliger, noch einmal auf solche Ressourcen zurückgreifen zu können«, sagt sie. Mit der Informatik ist es ähnlich. Es sind seine breiten Anwendungsmöglichkeiten, die das Fach für Denise so spannend machen. »In beinahe jedem Gegenstand unseres Alltags steckt heutzutage ein Chip. Diese Technologien zu verstehen und ihre Funktionsweisen durchblicken zu können, treibt mich an.«

Über den Tellerrand blicken
Mittlerweile liegen das Bachelorstudium und eine Menge Auslandserfahrungen hinter ihr. Ihre Entscheidung für die Uni Leipzig mit ihrem breiten Wahl-Pflicht-Bereich im Informatikstudium hat sich bewährt. »Im Ergänzungsbereich lernte ich Norwegisch und belegte Kurse in der Amerikanistik. Man kann ständig über seinen eigenen fachlichen Tellerrand hinausblicken.« Das 2. Semester ihres Master-Studiums verbrachte sie an der Universität Zagreb. Demnächst steht der Master-Abschluss an – mit Baby und Familientrubel. Vor einem Jahr ist Denise Mutter geworden. Und später? »Ich möchte in Leipzig bleiben und gerne in die API-Entwicklung mit Fokus aufs Backend gehen«, blickt Denise in die Zukunft. »Logiken zu implementieren, auf denen dann Schnittstellen aufbauen, gefällt mir gut. Zusätzlich möchte ich weiterhin in Informatikerinnen-Netzwerken aktiv sein und Frauen Mut machen, mit Stereotypen aufzuräumen.« 

Das Gespräch führte Franziska Lange.

Wie man von einer Digitalisierungsidee zur Umsetzung gelangt, treibt Denise an. Deshalb studiert sie Informatik an der Universität Leipzig – mit viel Kalkül und noch mehr Liebe zu ihrem Fach.

Analytisch vorgehen
Analyse, Weitblick, Genauigkeit – das ist das Handwerkszeug von Denise. Null oder eins, ja oder nein. Ohne strategische Abwägung keine Entscheidung. Analytische Entscheidungen sind das Erfolgsrezept der gebürtigen Bambergerin, die nicht ahnte, dass sie einmal der komplexen Informatik ihr Herz schenken würde. »Ob ich überhaupt studieren würde, war mir lange nicht klar«, erzählt die 28-Jährige. Denise machte das Abi – um bei einem langen USA-Aufenthalt zu dem Entschluss zu kommen, es wenigstens an einer Hochschule zu probieren. Und wenn das nicht klappen würde? »Dann wollte ich als Alternative eine Ausbildung zur Goldschmiedin machen.«

In sich hineinhören und dann entscheiden
Das Digitale zog mehr. Denise, die sich selbst als sehr emotional einschätzt, liebt rationale Entscheidungen. Was kann ich später mit meinem Studium beruflich machen? Was wird im Studium von mir verlangt? Und kann ich mir das Studium überhaupt leisten? Das sind die Fragen, die sie allen ans Herz legen würde, die nach dem richtigen Studium suchen. In sich hineinhören und dann entscheiden, das ist ihre Devise. »In der Findung stellte ich mir zwei elementare Studientätigkeiten vor: viel lesen und schreiben oder viel rechnen und durchdenken. Da wurde mir bewusst, dass ich zwar zu Schulzeiten zum Beispiel sehr gut in Englisch war, ich mir aber langfristig am ehesten vorstellen konnte, Matheaufgaben zu lösen«, erinnert sich Denise. 

Über den Tellerrand blicken
Mittlerweile liegen das Bachelorstudium und eine Menge Auslandserfahrungen hinter ihr. Ihre Entscheidung für die Uni Leipzig mit ihrem breiten Wahl-Pflicht-Bereich im Informatikstudium hat sich bewährt. »Im Ergänzungsbereich lernte ich Norwegisch und belegte Kurse in der Amerikanistik. Man kann ständig über seinen eigenen fachlichen Tellerrand hinausblicken.« Das 2. Semester ihres Master-Studiums verbrachte sie an der Universität Zagreb. Demnächst steht der Master-Abschluss an – mit Baby und Familientrubel. Vor einem Jahr ist Denise Mutter geworden. Und später? »Ich möchte in Leipzig bleiben und gerne in die API-Entwicklung mit Fokus aufs Backend gehen«, blickt Denise in die Zukunft. 

Das Gespräch führte Franziska Lange.


»Machen Sie lieber Musik, Mareike!«

Mareike studiert Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig mit dem Fagott als Hauptfachinstrument und Englisch an der Uni Leipzig. Als die im Schleswig-Holsteinischen Eckernförde geborene junge Frau beim Aufnahmegespräch für ein Medizinstudium in Hannover ist, platzt der Knoten: Weil man dort merkt, welches Talent in der jungen Frau steckt. 

Mareike, Du wolltest erst Medizin studieren?
Ja, ich wollte lieber nicht mein Hobby zum Beruf machen. Bei der Bewerbung hieß es dann: »Warum wollen Sie das denn bei Ihrem Lebenslauf machen, der sich total um Musik dreht?« Den Platz habe ich auch nicht bekommen – und erstmal in Greifswald Skandinavistik angefangen, weil ich Schweden liebe. Ein Semester später war mir klar: Das ist es nicht. Ich hatte sehr viel Kontakt mit Musik-Lehrämtlern – und war so neidisch! 

… und dann?
Bin ich zurück zu meinen Eltern gezogen und habe mich auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet. Es steckte wohl immer in mir, aber ich wollte es nicht wahrhaben! Mit 19 ging dann das Musikstudium los.

Und Leipzig? Wie ist es dort für dich?
Fantastisch! Ich hätte auch in Hannover studieren können. Dann war aber der erste Aufnahmeprüfungs-Termin in Leipzig, es war sonnig, überall Straßenmusik, die tollen alten Häuser – wow! Leipzig ist eine Traumstadt. Viel Kultur mit Gewandhaus, Schauspiel…und es gibt günstiges Bier und viele tolle Bars hier.

Und dein Studium an der HMT Leipzig?
Genauso großartig! Du kannst hier ganz viel machen. Die Ausbildung ist extrem breitgefächert, man kann sogar ein neues Instrument lernen. Im Lehramt ist das Fagott eher unüblich, passende Lehrinhalte umso wichtiger. Mein großes Glück: Unterricht vom Solofagottisten des MDR! Die Lehrenden an der HMT sind sehr gut qualifiziert und wirklich für einen da. Und in der Pandemie gab es super Möglichkeiten, weiterzumachen – bis hin zu Präsenzveranstaltungen. 

Was ist dein Tipp für Abiturientinnen und Abiturienten?
Nutzt eure Jugend – und vielleicht auch das Jahr nach dem Abi. Leistet einen gesellschaftlichen oder kulturellen Beitrag, vielleicht entdeckt ihr ja auch ein noch verborgenes Interesse. Guckt auch mal in einen Job rein, auf den viele herabschauen, gebt erstmal selber was. Wer dann Bock hat, was zu studieren: dann los!

Das Interview führte Björn Sievers.

Mareike studiert Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig mit dem Fagott als Hauptfachinstrument und Englisch an der Uni Leipzig. Als die im Schleswig-Holsteinischen Eckernförde geborene junge Frau beim Aufnahmegespräch für ein Medizinstudium in Hannover ist, platzt der Knoten: Weil man dort merkt, welches Talent in der jungen Frau steckt. 

Mareike, Du wolltest erst Medizin studieren?
Ja, ich wollte lieber nicht mein Hobby zum Beruf machen. Bei der Bewerbung hieß es dann: »Warum wollen Sie das denn bei Ihrem Lebenslauf machen, der sich total um Musik dreht?« Den Platz habe ich auch nicht bekommen – und erstmal in Greifswald Skandinavistik angefangen, weil ich Schweden liebe. Ein Semester später war mir klar: Das ist es nicht. Ich hatte sehr viel Kontakt mit Musik-Lehrämtlern – und war so neidisch! 

… und dann?
Bin ich zurück zu meinen Eltern gezogen und habe mich auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet. Es steckte wohl immer in mir, aber ich wollte es nicht wahrhaben! Mit 19 ging dann das Musikstudium los.

Und Leipzig? Wie ist es dort für dich?
Fantastisch! Ich hätte auch in Hannover studieren können. Dann war aber der erste Aufnahmeprüfungs-Termin in Leipzig, es war sonnig, überall Straßenmusik, die tollen alten Häuser – wow! Leipzig ist eine Traumstadt. Viel Kultur mit Gewandhaus, Schauspiel…und es gibt günstiges Bier und viele tolle Bars hier.

Und dein Studium an der HMT Leipzig?
Genauso großartig! Du kannst hier ganz viel machen. Die Ausbildung ist extrem breitgefächert, man kann sogar ein neues Instrument lernen. Im Lehramt ist das Fagott eher unüblich, passende Lehrinhalte umso wichtiger. Mein großes Glück: Unterricht vom Solofagottisten des MDR! Die Lehrenden an der HMT sind sehr gut qualifiziert und wirklich für einen da. Und in der Pandemie gab es super Möglichkeiten, weiterzumachen – bis hin zu Präsenzveranstaltungen.

Was ist dein Tipp für Abiturientinnen und Abiturienten?
Nutzt eure Jugend – und vielleicht auch das Jahr nach dem Abi. Leistet einen gesellschaftlichen oder kulturellen Beitrag, vielleicht entdeckt ihr ja auch ein noch verborgenes Interesse. Guckt auch mal in einen Job rein, auf den viele herabschauen, gebt erstmal selber was. Wer dann Bock hat, was zu studieren: dann los!

Das Interview führte Björn Sievers.


Clarissa lebt ihren Kindheitstraum

Clarissa studiert Lehramt mit Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Ihr Kindheitstraum? Vormittags Grundschullehrerin, nachmittags Geigerin. So ungefähr ist es heute auch – neben ihrem Studium arbeitet die gebürtige Quedlinburgerin an einer Musikschule.

Dresden lag auf dem Weg
Mit Arabistik und Deutsch als Fremdsprache beginnt Clarissas Unileben in Leipzig. Mit dem Bachelor kommt die eigentliche Leidenschaft dran – die Musik. Eine ihrer Quedlinburger Lehrerinnen hatte sie immer wieder zu einem Musik-Lehramtsstudium ermuntert, und Dresden lag quasi auf dem Weg: »Ich habe von klein auf Geige gespielt, war auf einem Musikgymnasium in Weimar. Daher kannte ich auch die Hochschule für Musik Dresden. Wir waren dort für ein Gemeinschaftsprojekt mit der Spezialschule für Musik Dresden. Die angenehme Atmosphäre und der tolle Konzertsaal haben mich beeindruckt – und ich wusste, dass man da Schulmusik studieren kann!«

Digitales ist praktisch, Präsenz unersetzbar
Sie blieb dran, absolvierte Schulpraktika, bewarb sich – und landete in Dresden einen Volltreffer mit Musik als Haupt- und Deutsch im Nebenfach. Dann kam Corona: Weniger Präsenz in der Hochschule, mehr Selbstorganisation und ein erst mühsames Hineinfinden ins Digitale kosteten viel Kraft. Nach einiger Zeit war alles organisiert – und vieles wird sicher auch bleiben. »In der Musiktheorie haben wir am Anfang nur regelmäßig Aufgaben bekommen – man braucht aber Austausch. Wir haben uns dann für Zoom-Meetings eingesetzt. Das klappt prima, und man kann auch vieles praktisch ausprobieren. Bei der Chorarbeit ist aber meine Wertschätzung für die Präsenzveranstaltungen echt nochmal um einiges gestiegen.« 

Enges Miteinander und Riesenspaß
Clarissa strahlt, wenn es um Dresden geht – und die vielen individuellen Möglichkeiten. Es gibt hier auch Ensembleleitung, Komposition oder schulpraktisches Klavierspiel – jeder Tag bringt Neues. Und sie mag die enge Vernetzung der Fakultäten, mit den Leuten aus Jazz-Pop-Rock, das produktive Miteinander: »Richtig cool ist die Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Es gibt da jedes Jahr eine Zusammenarbeit mit dem Theaterdesign, eine richtige Inszenierung – das macht einen Riesenspaß.«

Das Gespräch führte Björn Sievers.

Clarissa studiert Lehramt mit Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Ihr Kindheitstraum? Vormittags Grundschullehrerin, nachmittags Geigerin. So ungefähr ist es heute auch – neben ihrem Studium arbeitet die gebürtige Quedlinburgerin an einer Musikschule.

Dresden lag auf dem Weg
Mit Arabistik und Deutsch als Fremdsprache beginnt Clarissas Unileben in Leipzig. Mit dem Bachelor kommt die eigentliche Leidenschaft dran – die Musik. Eine ihrer Quedlinburger Lehrerinnen hatte sie immer wieder zu einem Musik-Lehramtsstudium ermuntert, und Dresden lag quasi auf dem Weg: »Ich habe von klein auf Geige gespielt, war auf einem Musikgymnasium in Weimar. Daher kannte ich auch die Hochschule für Musik Dresden. Wir waren dort für ein Gemeinschaftsprojekt mit der Spezialschule für Musik Dresden. Die angenehme Atmosphäre und der tolle Konzertsaal haben mich beeindruckt – und ich wusste, dass man da Schulmusik studieren kann!«

Digitales ist praktisch, Präsenz unersetzbar
Sie blieb dran, absolvierte Schulpraktika, bewarb sich – und landete in Dresden einen Volltreffer mit Musik als Haupt- und Deutsch im Nebenfach. Dann kam Corona: Weniger Präsenz in der Hochschule, mehr Selbstorganisation und ein erst mühsames Hineinfinden ins Digitale kosteten viel Kraft. Nach einiger Zeit war alles organisiert – und vieles wird sicher auch bleiben. »In der Musiktheorie haben wir am Anfang nur regelmäßig Aufgaben bekommen – man braucht aber Austausch. Wir haben uns dann für Zoom-Meetings eingesetzt. Das klappt prima, und man kann auch vieles praktisch ausprobieren. Bei der Chorarbeit ist aber meine Wertschätzung für die Präsenzveranstaltungen echt nochmal um einiges gestiegen.« 

Enges Miteinander und Riesenspaß
Clarissa strahlt, wenn es um Dresden geht – und die vielen individuellen Möglichkeiten. Es gibt hier auch Ensembleleitung, Komposition oder schulpraktisches Klavierspiel – jeder Tag bringt Neues. Und sie mag die enge Vernetzung der Fakultäten, mit den Leuten aus Jazz-Pop-Rock, das produktive Miteinander: »Richtig cool ist die Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Es gibt da jedes Jahr eine Zusammenarbeit mit dem Theaterdesign, eine richtige Inszenierung – das macht einen Riesenspaß.«

Das Gespräch führte Björn Sievers.


Der Traum vom eigenen Lehrstuhl treibt Alexander an

Später selbst als Dozent an einer Hochschule zu lehren, das hat sich Alexander vorgenommen. Der Traum vom eigenen Lehrstuhl treibt ihn an. Dafür engagiert sich der 21-Jährige im Studentenrat, leitet bereits die ersten Lehrveranstaltungen und gestaltet das Studium an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) mit.

Du studierst Informations- und Kommunikationstechnik im 7. Fachsemester. Weshalb dieser Studiengang?
Angefangen habe ich mit Elektrotechnik. Im 3. Semester steht da allerdings zu einem großen Teil Mechanik auf dem Stundenplan. Ich interessiere mich aber mehr für Programmierung und Signalübertragung. Deshalb bin ich zum 4. Semester in die Informations- und Kommunikationstechnik gewechselt, eine gute Entscheidung. Die Inhalte zwischen Informatik und Elektrotechnik sind sehr ausgewogen. 

Wie sieht das Ingenieurstudium an der WHZ aus?
Also speziell in der Informations- und Kommunikationstechnik ist das Studium dreigeteilt, beginnend mit drei Semestern Grundstudium. Da geht es um die Grundlagen wie Ingenieursmathematik, Physik, Grundlagen der Elektrotechnik und technischen Informatik. Nach den ersten drei Semestern, in denen alle zusammen lernen, kann man sich im vertiefenden Studium für Wahlmodule einschreiben.

Gibt es im Studium auch Praxisteile?
Am Ende des Studiums stehen ein Praxissemester, das Diplomprojekt oder die Bachelorarbeit. Die Regelstudienzeiten sind beim Bachelor sieben Semester, beim Diplom acht Semester. 

Du engagierst dich sehr für die Hochschule und bist im Studentenrat. Wie bist du dazu gekommen?
Ich hatte mich an einem Hochschulinformationstag mit einem damaligen Vertreter aus meiner Fakultät unterhalten. Das hat mich für die Gremienarbeit motiviert. Im Mai 2018 wurde ich in meine erste Amtszeit gewählt. Seitdem betreue ich das Referat Technik. Wir verleihen z. B. Licht- und Beschallungstechnik an die drei Zwickauer Studentenclubs.

Du kommst aus dem Erzgebirge, bis Zwickau ist es aus deinem Heimatort Schwarzenberg nicht weit. Wären für dich auch andere Hochschulen als die WHZ infrage gekommen?
Für meine Entscheidung gab es verschiedene Faktoren: Nähe zu Heimat und Familie, Umgebung und auch die Sympathie des Lehrpersonals. Ich hatte die WHZ vor Beginn meines Studiums an Hochschulinformationstagen und bei Schulexkursionen besucht. Damals stand bereits fest, dass, wenn ich nach dem Abi studiere, ich auf jeden Fall nach Zwickau gehe. 

Hast du einen Tipp für die Erstis, die gerade mittendrin stecken?
Bleibt ruhig, behaltet einen klaren Kopf und lasst das frisch Aufgenommene erst mal wirken. Und ganz wichtig: Versucht, gleich in den ersten Tagen, Kontakt zu euren Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie zu Studierenden höherer Semester zu bekommen und setzt euch in Lerngruppen zusammen. Jeder steht zu Studienbeginn vor denselben Herausforderungen. 

Hast du schon Pläne, was du nach deinem Abschluss machen willst?
So ganz konkret noch nicht. Was mir aber vorschwebt, ist ein Lehrstuhl an einer deutschen Hochschule. Das ist mein Antrieb im Studium. Seit zwei Jahren leite ich Übungstutorien an meiner Fakultät für Studierende im 1. bzw. 2. Semester. Da gab es viel positives Feedback, dass es sich lohnt, in die Übungsseminare zu kommen und dass ich das Wissen gut vermitteln kann. Meine Tutorenarbeit mache ich in erster Linie aus Leidenschaft, nicht wegen der Vergütung.

Das Gespräch führte Franziska Lange.

Später selbst als Dozent an einer Hochschule zu lehren, das hat sich Alexander vorgenommen. Der Traum vom eigenen Lehrstuhl treibt ihn an. Dafür engagiert sich der 21-Jährige im Studentenrat, leitet bereits die ersten Lehrveranstaltungen und gestaltet das Studium an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) mit.

Du studierst Informations- und Kommunikationstechnik im 7. Fachsemester. Weshalb dieser Studiengang?
Angefangen habe ich mit Elektrotechnik. Im 3. Semester steht da allerdings zu einem großen Teil Mechanik auf dem Stundenplan. Ich interessiere mich aber mehr für Programmierung und Signalübertragung. Deshalb bin ich zum 4. Semester in die Informations- und Kommunikationstechnik gewechselt, eine gute Entscheidung. Die Inhalte zwischen Informatik und Elektrotechnik sind sehr ausgewogen. 

Wie sieht das Ingenieurstudium an der WHZ aus?
Also speziell in der Informations- und Kommunikationstechnik ist das Studium dreigeteilt, beginnend mit drei Semestern Grundstudium. Da geht es um die Grundlagen wie Ingenieursmathematik, Physik, Grundlagen der Elektrotechnik und technischen Informatik. Nach den ersten drei Semestern, in denen alle zusammen lernen, kann man sich im vertiefenden Studium für Wahlmodule einschreiben.

Du kommst aus dem Erzgebirge, bis Zwickau ist es aus deinem Heimatort Schwarzenberg nicht weit. Wären für dich auch andere Hochschulen als die WHZ infrage gekommen?
Für meine Entscheidung gab es verschiedene Faktoren: Nähe zu Heimat und Familie, Umgebung und auch die Sympathie des Lehrpersonals. Ich hatte die WHZ vor Beginn meines Studiums an Hochschulinformationstagen und bei Schulexkursionen besucht. Damals stand bereits fest, dass, wenn ich nach dem Abi studiere, ich auf jeden Fall nach Zwickau gehe. 

Hast du einen Tipp für die Erstis, die gerade mittendrin stecken?
Bleibt ruhig, behaltet einen klaren Kopf und lasst das frisch Aufgenommene erst mal wirken. Und ganz wichtig: Versucht, gleich in den ersten Tagen, Kontakt zu euren Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie zu Studierenden höherer Semester zu bekommen und setzt euch in Lerngruppen zusammen. Jeder steht zu Studienbeginn vor denselben Herausforderungen. 

Hast du schon Pläne, was du nach deinem Abschluss machen willst?
So ganz konkret noch nicht. Was mir aber vorschwebt, ist ein Lehrstuhl an einer deutschen Hochschule. Das ist mein Antrieb im Studium. Seit zwei Jahren leite ich Übungstutorien an meiner Fakultät für Studierende im 1. bzw. 2. Semester. Da gab es viel positives Feedback, dass es sich lohnt, in die Übungsseminare zu kommen und dass ich das Wissen gut vermitteln kann. Meine Tutorenarbeit mache ich in erster Linie aus Leidenschaft, nicht wegen der Vergütung.

Das Gespräch führte Franziska Lange.


Die »götterliche Landwirtschaft« von Nico

Nico ist 23, Student – und Bauer aus Leidenschaft. Schon früh begeistert sich der gebürtige Thüringer für das Leben auf dem bäuerlichen Familienbetrieb, von klein auf lässt er sich auf dem Traktor durchschütteln. Und weil ihm ebenfalls schon damals klar ist, dass er selber Landwirt werden möchte, macht er eine duale Ausbildung zum Landwirt und holt dabei gleich auch sein Abitur nach. Viel Praxis, die ihm jetzt im Studium zugute kommt.

Nico macht vieles selbst: Den ausgefeilten Hühnerwagen hat er allein gebaut, seine Freundin hilft ihm bei der Instagram-Präsenz: »Klar, wir könnten auch einen Eierautomaten im nahen Jena aufstellen. Aber ich finde es besser, wenn die Leute auch mal selbst aufs Land kommen, damit sie sehen, wie wir hier arbeiten.«

Ideale Lernbedingungen in Pillnitz
Parallel zu seinem kleinen Betrieb, den er vor einigen Jahren von seinem Großvater übernommen hat, läuft Nicos Studium, das immer wieder neuen Input bringt: viel frisches Wissen, das er direkt im Betrieb anwenden kann. Er freut sich auch heute noch über seine Entscheidung für die HTW Dresden, mag die Stadt und die Hochschule - und profitiert nicht zuletzt auch von kleinen, familiären Studiengruppen. Mit jeweils erst 40, und jetzt im Masterstudium sogar nur 15 Studierenden im Jahrgang bietet der Standort Pillnitz ideale Lernbedingungen. In seinem Master-Studium steht Produktionsmanagement im Mittelpunkt – anspruchsvolle und spannende Inhalte, die praktisch überall gebraucht werden. Damit kann es für Nico danach auch erst einmal in einem größeren Betrieb weitergehen, wo neben allem landwirtschaftlichen Fachwissen auch fundiertes betriebswirtschaftliches Know-how gefragt ist. Mit seinem Master-Abschluss wird Nico über ein breites Wissen in Ökonomie, Controlling, Verfahrensanalyse und Personalmanagement verfügen und kann die Landwirtschaft der Zukunft ganz praktisch mitgestalten.

Stallgeruch macht Lust auf mehr
Mehr Direktvermarktung, vielleicht auch etwas Tourismus: Nico träumt davon, seinen Betrieb später so umzubauen, dass die eigene wirtschaftliche Zukunft gesichert ist. Sein Wissen dafür wächst immer weiter, die Energie, Motivation und den Spaß daran, etwas Eigenes umzusetzen hat er auf alle Fälle. Und wer selber darüber nachdenkt, Landwirtschaft zu studieren? »Ich würde jedem vorab eine Ausbildung empfehlen – aber klar, viele wollen auch direkt ins Studium. Dann macht ein Praktikum, arbeitet in den Ferien auf einem Hof, das bringt im wahrsten Sinne des Wortes Stallgeruch, und es macht normalerweise auch Lust auf mehr!« Und er hat noch einen Tipp auf Lager. Wer Landwirtschaft in Dresden studiert, solle sich unbedingt um einen Platz im Studentenwohnheim Neuberinstraße bewerben. Vor allem für die Landwirtschaft- und Gartenbaustudierenden der HTW Dresden ist das idyllisch an der Elbe gelegene Haus mit seinem herrlichen Garten die familiäre Homebase.

Nico und seine Hühner auf Instagram: @goetterliche_landwirtschaft.

Das Gespräch führte Björn Sievers.

Nico ist 23, Student – und Bauer aus Leidenschaft. Schon früh begeistert sich der gebürtige Thüringer für das Leben auf dem bäuerlichen Familienbetrieb, von klein auf lässt er sich auf dem Traktor durchschütteln. Und weil ihm ebenfalls schon damals klar ist, dass er selber Landwirt werden möchte, macht er eine duale Ausbildung zum Landwirt und holt dabei gleich auch sein Abitur nach. 

Nico macht vieles selbst: Den ausgefeilten Hühnerwagen hat er allein gebaut, seine Freundin hilft ihm bei der Instagram-Präsenz: »Klar, wir könnten auch einen Eierautomaten im nahen Jena aufstellen. Aber ich finde es besser, wenn die Leute auch mal selbst aufs Land kommen, damit sie sehen, wie wir hier arbeiten.«

Ideale Lernbedingungen in Pillnitz
Parallel zu seinem kleinen Betrieb, den er vor einigen Jahren von seinem Großvater übernommen hat, läuft Nicos Studium, das immer wieder neuen Input bringt: viel frisches Wissen, das er direkt im Betrieb anwenden kann. Er freut sich auch heute noch über seine Entscheidung für die HTW Dresden, mag die Stadt und die Hochschule - und profitiert nicht zuletzt auch von kleinen, familiären Studiengruppen. Mit jeweils erst 40, und jetzt im Masterstudium sogar nur 15 Studierenden im Jahrgang bietet der Standort Pillnitz ideale Lernbedingungen. In seinem Master-Studium steht Produktionsmanagement im Mittelpunkt – anspruchsvolle und spannende Inhalte, die praktisch überall gebraucht werden. Damit kann es für Nico danach auch erst einmal in einem größeren Betrieb weitergehen, wo neben allem landwirtschaftlichen Fachwissen auch fundiertes betriebswirtschaftliches Know-how gefragt ist. Mit seinem Master-Abschluss wird Nico über ein breites Wissen in Ökonomie, Controlling, Verfahrensanalyse und Personalmanagement verfügen und kann die Landwirtschaft der Zukunft ganz praktisch mitgestalten.

Stallgeruch macht Lust auf mehr
Mehr Direktvermarktung, vielleicht auch etwas Tourismus: Nico träumt davon, seinen Betrieb später so umzubauen, dass die eigene wirtschaftliche Zukunft gesichert ist. Sein Wissen dafür wächst immer weiter, die Energie, Motivation und den Spaß daran, etwas Eigenes umzusetzen hat er auf alle Fälle. Und wer selber darüber nachdenkt, Landwirtschaft zu studieren? »Ich würde jedem vorab eine Ausbildung empfehlen – aber klar, viele wollen auch direkt ins Studium. Dann macht ein Praktikum, arbeitet in den Ferien auf einem Hof, das bringt im wahrsten Sinne des Wortes Stallgeruch, und es macht normalerweise auch Lust auf mehr!« Und er hat noch einen Tipp auf Lager. Wer Landwirtschaft in Dresden studiert, solle sich unbedingt um einen Platz im Studentenwohnheim Neuberinstraße bewerben. Vor allem für die Landwirtschaft- und Gartenbaustudierenden der HTW Dresden ist das idyllisch an der Elbe gelegene Haus mit seinem herrlichen Garten die familiäre Homebase.

Nico und seine Hühner auf Instagram: @goetterliche_landwirtschaft.

Das Gespräch führte Björn Sievers.


Stefanie will Sport machen

Berge und Skier: eine traumhafte Verbindung und für die gebürtige Vogtländerin von Anfang an die perfekte Basis für ein richtig sportliches Leben. Die ersten Langlaufskier hat Stefanie mit fünf Jahren unter den Füßen, später wächst daraus eine echte Leidenschaft für den Biathlon – auf Wettkampfniveau. Nur logisch, dass ihr Weg direkt von der Sportschule an die Uni geführt hat. »Auf meinen Studiengang bin ich erst über den Leistungssport – ich komme aus der Nähe von Klingenthal – und dann über das Sport-Abi gestoßen. Man bekommt dort einen ersten sportwissenschaftlichen Überblick, lernt vieles über den eigenen Körper. Das macht neugierig! Ich bin jemand, der gern mehr wissen möchte – auch, um zum Beispiel beim Training besser zu verstehen, warum man was macht und welche Übungen wirklich was bringen.« 

Eine klare Entscheidung
Während manche auch mal eher zufällig in ihrem Studienfach landen, war für Stefanie von Anfang an klar: Ich will Sport machen! Bei der Wahl des Studienortes hat die Nähe zu Familie und Freunden durchaus eine große Rolle gespielt, aber auch die vielen Eindrücke von Trainingslagern und Besuchen bei Freunden, die sich schon für Leipzig entschieden hatten. Mit ihrer Wahl ist sie nach einem Jahr Studium rundum zufrieden: Das Leipziger Umland mit seinen vielen neuen Seen ist perfekt für Rennrad, Inline-Skates und Rollerski oder zur Entspannung. Auch die Bedingungen auf dem kompakten Campus passen perfekt zum Studi-Alltag. Alles ist an einem Ort, sämtliche Sportstätten und -hallen liegen in Laufweite, die Dozentinnen und Dozenten sind schnell erreichbar.

Bei der Frage zum Studium selbst strahlt die 22-jährige. Sie liebt die viele Praxis, das ständige Ausprobieren verschiedenster Sportarten. Die für ihr Fach so typische Mischung aus thematischer Tiefe und handfester Praxis begeistert sie. »Im Sportstudium befasst man sich noch einmal ganz anders mit dem Thema Bewegung und allem, was damit zusammenhängt. Die Inhalte, die wir in der Theorie lernen, wenden wir auch direkt praktisch an, das macht mir unheimlich viel Spaß.«

Ein Herz für den Leistungssport
Auch wenn noch einiges an Strecke vor ihr liegt: Für die Zeit nach dem Bachelor läuft sich Stefanie schon heute gedanklich warm und liebäugelt mit dem vertiefenden Master. Ihre Fachrichtung bietet dafür auch besonders viele Möglichkeiten: Ernährungswissenschaften, Psychologie, Trainingswissenschaften oder Rehabilitation sind nur ein paar Beispiele. Je nach Interesse und späterem Berufswunsch gibt es viele attraktive Masterstudiengänge, die zur eigenen Zukunftsplanung passen, und der Jobmarkt für Absolventinnen und Absolventen ist äußerst vielfältig. Aktuell arbeitet Stefanie übrigens nebenbei dort als Trainerin, wo sie sich vor kurzem noch selber auf Wettkämpfe vorbereitet hat – und merkt immer mehr, wie spannend das Thema Leistungssport auch im Studium ist. Gut möglich also, dass Stefanie irgendwann als bestens ausgebildete Trainerin an der Loipe steht und ihr Team anfeuert.

Das Gespräch führte Björn Sievers.

Berge und Skier: eine traumhafte Verbindung und für die gebürtige Vogtländerin von Anfang an die perfekte Basis für ein richtig sportliches Leben. Die ersten Langlaufskier hat Stefanie mit fünf Jahren unter den Füßen, später wächst daraus eine echte Leidenschaft für den Biathlon – auf Wettkampfniveau. Nur logisch, dass ihr Weg direkt von der Sportschule an die Uni geführt hat. »Auf meinen Studiengang bin ich erst über den Leistungssport – ich komme aus der Nähe von Klingenthal – und dann über das Sport-Abi gestoßen. Man bekommt dort einen ersten sportwissenschaftlichen Überblick, lernt vieles über den eigenen Körper. Das macht neugierig! Ich bin jemand, der gern mehr wissen möchte – auch, um zum Beispiel beim Training besser zu verstehen, warum man was macht und welche Übungen wirklich was bringen.« 

Eine klare Entscheidung
Während manche auch mal eher zufällig in ihrem Studienfach landen, war für Stefanie von Anfang an klar: Ich will Sport machen! Bei der Wahl des Studienortes hat die Nähe zu Familie und Freunden durchaus eine große Rolle gespielt, aber auch die vielen Eindrücke von Trainingslagern und Besuchen bei Freunden, die sich schon für Leipzig entschieden hatten. Mit ihrer Wahl ist sie nach einem Jahr Studium rundum zufrieden: Das Leipziger Umland mit seinen vielen neuen Seen ist perfekt für Rennrad, Inline-Skates und Rollerski oder zur Entspannung. Auch die Bedingungen auf dem kompakten Campus passen perfekt zum Studi-Alltag. Alles ist an einem Ort, sämtliche Sportstätten und -hallen liegen in Laufweite, die Dozentinnen und Dozenten sind schnell erreichbar.

Bei der Frage zum Studium selbst strahlt die 22-jährige. Sie liebt die viele Praxis, das ständige Ausprobieren verschiedenster Sportarten. Die für ihr Fach so typische Mischung aus thematischer Tiefe und handfester Praxis begeistert sie. »Im Sportstudium befasst man sich noch einmal ganz anders mit dem Thema Bewegung und allem, was damit zusammenhängt. Die Inhalte, die wir in der Theorie lernen, wenden wir auch direkt praktisch an, das macht mir unheimlich viel Spaß.«

Ein Herz für den Leistungssport
Auch wenn noch einiges an Strecke vor ihr liegt: Für die Zeit nach dem Bachelor läuft sich Stefanie schon heute gedanklich warm und liebäugelt mit dem vertiefenden Master. Ihre Fachrichtung bietet dafür auch besonders viele Möglichkeiten: Ernährungswissenschaften, Psychologie, Trainingswissenschaften oder Rehabilitation sind nur ein paar Beispiele. Je nach Interesse und späterem Berufswunsch gibt es viele attraktive Masterstudiengänge, die zur eigenen Zukunftsplanung passen, und der Jobmarkt für Absolventinnen und Absolventen ist äußerst vielfältig. Aktuell arbeitet Stefanie übrigens nebenbei dort als Trainerin, wo sie sich vor kurzem noch selber auf Wettkämpfe vorbereitet hat – und merkt immer mehr, wie spannend das Thema Leistungssport auch im Studium ist. Gut möglich also, dass Stefanie irgendwann als bestens ausgebildete Trainerin an der Loipe steht und ihr Team anfeuert.

Das Gespräch führte Björn Sievers.


Ein ideales Spielfeld für Patrick

Von Chemnitz nach Berlin und zurück: Manchmal muss man ein paar Umwege gehen, bevor es richtig passt. Im Gespräch mit dem 25-jährigen gebürtigen Leipziger Patrick, der in Chemnitz sein ideales Spielfeld gefunden hat.

Automobilproduktion und -technik an der TU Chemnitz: Wie bist du auf dieses Studium gekommen?
Ich war ganz am Anfang meines Studiums in Chemnitz, bin dann aber wegen eines attraktiven Angebots – ein duales Studium bei Mercedes Benz – erst einmal nach Berlin gewechselt. Als ich dort meinen Bachelor im Fach Maschinenbau-Konstruktion und Fertigung in der Tasche hatte, gab es einen konzernweiten Einstellungsstopp in der Transportersparte. Für mich war klar: Dann machst du deinen Master, um fachlich noch weiterzukommen. Und weil ich in Berlin das Thema Produktion für mich entdeckt hatte, passte Chemnitz mit seinem Studiengang Automobilproduktion und -technik perfekt. Vor allem der Fokus auf Fabrikplanung und Logistik hat mich gereizt, das gibt es so kaum woanders. 

Wolltest du schon immer etwas Technisches studieren – und wie lief die Orientierung im Vorfeld?
Etwas mit MINT, das war mir schon früh klar, so in der 10., 11. Klasse. Aber was genau? Bionik, Meeresbiologie oder Physik waren erste Ideen. Die Berufsorientierung in der 9. und 10. Klasse war so… (lacht) naja! Dann gab es 2013 beim Tag der offenen Tür an der TU Chemnitz einen spannenden Einführungsvortrag von Professor von Unwerth zum Thema »Alternative Fahrzeugantriebe«. Das hat mich dann schon in meine Richtung gebracht. 2014/15 habe ich mit Maschinenbau in Chemnitz angefangen und wollte das auch zur Vertiefungsrichtung machen – bis ich dann eben gemerkt habe, was mich noch viel mehr interessiert. 

Welche Tipps hast du für Schülerinnen und Schüler, die gerade schauen, was sie studieren könnten?
Erstens einen ganz langweiligen: Lest die Studienordnung des Wunschstudiengangs. Die Inhaltsangaben der einzelnen Fächer zeigen gut, was wirklich gelehrt wird. Und zweitens sollte man sich als  18-19-Jährige oder Jähriger nicht unnötig unter Druck setzen. Es ist keine Schande, sich nach ein, zwei Semestern noch einmal umzuentscheiden und den Studiengang oder auch den -ort zu wechseln. Und noch ein dritter Tipp: Achtet auch auf den Campus und die Stadt. Wer sich wohlfühlt, studiert auch leichter.

Wie war dein Start in Chemnitz und was gefällt dir besonders am Studium und in der Stadt?
Die Orientierungsveranstaltungen am Anfang haben mir die Uni und die Stadt schnell nahegebracht. Klar, die klassischen Kneipentouren gehören dazu, aber man lernt in der ersten Zeit auch die Gebäude, die ganze Technik kennen und bekommt jede Menge Informationen auf den Weg. Mir ist sofort dieses echte Campusleben aufgefallen. Alles ist nah beieinander und man trifft seine Leute immer wieder zwischendurch. Besonders gefällt mir die Betreuung und Vernetzung an der Uni. Ich bin sehr aktiv im T.U.C. Racing Team – das ist der Formula Student Rennstall der TU. Dadurch habe ich viele zusätzliche Uni-Kontakte und bin im Austausch mit Professorinnen und Professoren und anderen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das nutzt man automatisch auch im Studium. Ich mache jetzt meine Masterarbeit, und da hat man immer jemanden, wenn mal eine Frage schnell geklärt werden muss. Diese kurzen Wege, das Persönliche, Familiäre von Chemnitz ist ganz sicher auch ein Vorteil.

Was ist dein Traum für die Zukunft?
Bis vor einem Jahr dachte ich, vielleicht wieder nach Berlin zu gehen, z. B. in die Produktion in einem neuen Automobilwerk. Aber inzwischen möchte ich mich mit einer eigenen Produktidee selbstständig machen. Auch dafür ist Chemnitz und allgemein Sachsen großartig: 90% der Gründungen in Sachsen gibt es auch nach fünf Jahren noch, da sind wir bundesweit ganz vorn. Ich möchte noch nichts verraten, aber die Pläne werden konkreter. Ich bekomme schon jetzt super Fördermöglichkeiten vom Land und durch die EU, das sind einfach klasse Voraussetzungen.

Das Interview führte Björn Sievers.

Von Chemnitz nach Berlin und zurück: Manchmal muss man ein paar Umwege gehen, bevor es richtig passt. Im Gespräch mit dem 25-jährigen gebürtigen Leipziger Patrick, der in Chemnitz sein ideales Spielfeld gefunden hat.

Automobilproduktion und -technik an der TU Chemnitz: Wie bist du auf dieses Studium gekommen?
Ich war ganz am Anfang meines Studiums in Chemnitz, bin dann aber wegen eines attraktiven Angebots – ein duales Studium bei Mercedes Benz – erst einmal nach Berlin gewechselt. Als ich dort meinen Bachelor im Fach Maschinenbau-Konstruktion und Fertigung in der Tasche hatte, gab es einen konzernweiten Einstellungsstopp in der Transportersparte. Für mich war klar: Dann machst du deinen Master, um fachlich noch weiterzukommen. Und weil ich in Berlin das Thema Produktion für mich entdeckt hatte, passte Chemnitz mit seinem Studiengang Automobilproduktion und -technik perfekt. Vor allem der Fokus auf Fabrikplanung und Logistik hat mich gereizt, das gibt es so kaum woanders. 

Wolltest du schon immer etwas Technisches studieren – und wie lief die Orientierung im Vorfeld?
Etwas mit MINT, das war mir schon früh klar, so in der 10., 11. Klasse. Aber was genau? Bionik, Meeresbiologie oder Physik waren erste Ideen. Die Berufsorientierung in der 9. und 10. Klasse war so… (lacht) naja! Dann gab es 2013 beim Tag der offenen Tür an der TU Chemnitz einen spannenden Einführungsvortrag von Professor von Unwerth zum Thema »Alternative Fahrzeugantriebe«. Das hat mich dann schon in meine Richtung gebracht. 2014/15 habe ich mit Maschinenbau in Chemnitz angefangen und wollte das auch zur Vertiefungsrichtung machen – bis ich dann eben gemerkt habe, was mich noch viel mehr interessiert. 

Welche Tipps hast du für Schülerinnen und Schüler, die gerade schauen, was sie studieren könnten?
Erstens einen ganz langweiligen: Lest die Studienordnung des Wunschstudiengangs. Die Inhaltsangaben der einzelnen Fächer zeigen gut, was wirklich gelehrt wird. Und zweitens sollte man sich als  18-19-Jährige oder Jähriger nicht unnötig unter Druck setzen. Es ist keine Schande, sich nach ein, zwei Semestern noch einmal umzuentscheiden und den Studiengang oder auch den -ort zu wechseln. Und noch ein dritter Tipp: Achtet auch auf den Campus und die Stadt. Wer sich wohlfühlt, studiert auch leichter.

Wie war dein Start in Chemnitz und was gefällt dir besonders am Studium und in der Stadt?
Die Orientierungsveranstaltungen am Anfang haben mir die Uni und die Stadt schnell nahegebracht. Klar, die klassischen Kneipentouren gehören dazu, aber man lernt in der ersten Zeit auch die Gebäude, die ganze Technik kennen und bekommt jede Menge Informationen auf den Weg. Mir ist sofort dieses echte Campusleben aufgefallen. Alles ist nah beieinander und man trifft seine Leute immer wieder zwischendurch. Besonders gefällt mir die Betreuung und Vernetzung an der Uni. Ich bin sehr aktiv im T.U.C. Racing Team – das ist der Formula Student Rennstall der TU. Dadurch habe ich viele zusätzliche Uni-Kontakte und bin im Austausch mit Professorinnen und Professoren und anderen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 

Was ist dein Traum für die Zukunft?
Bis vor einem Jahr dachte ich, vielleicht wieder nach Berlin zu gehen, z. B. in die Produktion in einem neuen Automobilwerk. Aber inzwischen möchte ich mich mit einer eigenen Produktidee selbstständig machen. Auch dafür ist Chemnitz und allgemein Sachsen großartig: 90% der Gründungen in Sachsen gibt es auch nach fünf Jahren noch, da sind wir bundesweit ganz vorn. Ich möchte noch nichts verraten, aber die Pläne werden konkreter. Ich bekomme schon jetzt super Fördermöglichkeiten vom Land und durch die EU, das sind einfach klasse Voraussetzungen.

Das Interview führte Björn Sievers.