SO STUDIERT ES SICH MIT beeinträchtigung

Bei 11 % der rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland erschwert eine Behinderung oder chronische Krankheit das Studium. Das sind bei über 100.000 Studierenden in Sachsen ca. 11.000 mit einem Handicap. Nur bei 4 % von ihnen ist die gesundheitliche Beeinträchtigung allerdings auf Anhieb wahrnehmbar. Wir haben uns mit vier Studierenden unterhalten, wie sie ihr Studium packen.

Eric studiert an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

CHance Kunsthochschule

Seit einem Unfall ist Eric von der Hüfte abwärts gelähmt. Beim Studieren kann ihn das nicht hindern.

Eric sitzt in einem Atelier vor einem rosafarbenen Bild.

Cordula studiert an der TU Dresden. 

Drago gehört dazu

Auf dem Campus ist Orientierung wichtig. Erst recht, wenn auf die eigenen Augen kein Verlass sein kann. Cordula ist blind und studiert Psychologie.

Cordula hockt neben ihrem Blindenführhund Drago.

Frederic studiert an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. 

Mit Dolmetscherin im Hörsaal

Seit seiner Geburt ist Frederic gehörlos. Seine Leidenschaft sind Getriebe. An der Westsächsischen Hochschule Zwickau vereint er beides und studiert Maschinenbau.

Frederic sitzt mit seiner Gebärdensprachdolmetscherin im Hörsaal

Lydia studiert an der TU Dresden.

Die Ruhe kommt im Seminar

Wenn die Kraft schwindet, wird der Weg zur Hochschule schwierig. Lydia lässt sich davon nicht unterkriegen. Ihrer Autoimmunkrankheit setzt sie ein Ziel entgegen – ein Lehramtsstudium an der TU Dresden.

Lydia steht im Flur eines Hochschulgebäudes und lehnt sich auf ein Geländer.

Gut beraten, guter Abschluss - so klappt das Studium mit Beeinträchtigung

Für alle Betroffenen gibt es das kostenlose Beratungsangebot an jeder sächsischen Hochschule und bei den vier Studentenwerken.

Interview mit Dr. Daniela Menzel - Koordinatorin für Inklusion und Ansprechpartnerin für Studierende mit Beeinträchtigung an der TU Chemnitz

Kommunikation ist das Wichtigste

»Die meisten Beeinträchtigungen oder Erkrankungen sind nicht ohne weiteres von außen wahrnehmbar. Umso wichtiger ist es , aktiv Rat zu suchen.«

Dr. Daniela Menzel in ihrem Büro (Foto: Jacob Müller)

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Studierende mit Beeinträchtigung können gleichberechtigt studieren.
  • Kostenlose Beratungsangebote gibt es an allen sächsischen Hochschulen und bei den Studentenwerken.
  • Die Beratungen helfen auch bei Handicaps, die erst während des Studierens auftreten.
  • Das Wichtigste ist, aktiv Rat zu suchen.
  • Für alle persönlichen Anliegen und Herausforderungen versuchen die Beraterinnen und Berater individuelle Lösungen zu finden..
  • Nachteilsausgleiche regeln chancengleiches Studieren und chancengleiche Prüfungen.
  • Beratungsangebote gelten auch für Schülerinnen und Schüler vor bzw. Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium.
  • Weitere Infos gibt es auch unter http://www.studentenwerke.de/de/behinderung