Fühlen Sie sich durch die HTW Dresden gut auf das Arbeitsleben vorbereitet?
Ja, das Studium an der HTW bietet ein hohen praktischen Bezug und hervorragende Möglichkeiten für Kontakte in die Industrie innerhalb des Studiums. Hinzu kommt die gute Vernetzung der einzelnen Fakultäten, welche eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht, was für mich als Produktdesigner sehr wichtig war.

Wovon haben Sie während der Studienzeit besonders für Ihre berufliche Entwicklung profitiert?
Vor allem hat mir das Pflichtpraktikum im fünften Semester, welches ich im Ausland verbracht habe, geholfen über den Tellerrand zu schauen und neue Perspektiven zu gewinnen. Profitieren konnte ich außerdem von vielen Projekten, die man alleine aber auch in Teams bestreiten musste. Unbedingt zu erwähnen ist noch einmal die interdisziplinäre
Vernetzung der einzelnen Fakultäten und die sich damit ergebenden Chancen auch in andere Fachbereiche hinein zu schnuppern.

Was waren Ihre beruflichen Vorstellungen und Ziele während des Studiums? Haben sich die Vorstellungen und Ziele im Laufe der Zeit verändert?
Meine beruflichen Vorstellungen und die damit verknüpfte persönliche Zielsetzungen waren während des Studiums auf jeden Fall andere. Man sagt nicht umsonst man wächst mit seinen Aufgaben und seinen Erfahrungen die man macht. Insofern hat sich das Bild meines Berufes als Designer während des Studiums geändert und ist bis zu meinem Abschluss gewachsen bzw. klarer geworden.

Inwieweit haben Sie diese bisher erreicht? Entspricht Ihre jetzige berufliche Situation Ihren damaligen Vorstellungen?
Meine Ziele habe ich für mich selbst mehr als erreicht. Allerdings hat meine derzeitige berufliche Situation als Unternehmer nicht viel mit meinen Vorstellungen von damals gemein als ich mein Studium begonnen hatte. Ich empfinde es eher als glückliche Fügung gepaart mit Fleiß, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz, dass sich meine Ziele eher als gedacht erfüllen. Auch wenn es noch ein Stückchen Weg bis dahin ist. Einen schöneren und aufregenderen Weg kann ich mir nicht vorstellen.

Was hat Sie beim beruflichen Wechsel leiten lassen? Gab es dabei einen bestimmten Wendepunkt?
Mich hat vor allem das Auslandspraktikum geprägt und hat entscheidend dazu beigetragen meine Vorstellungen und Ziele zu definieren. Hinzu kommen ein sehr gutes Studium an der Fakultät Gestaltung und damit verbunden das wahrscheinlich wichtigste Projekt für mich im siebten Semester, was den Wendepunkt in meinem Weg als Designer bedeutet.

Was denken Sie: Was ist bei der Karriere planbar, was ist Zufall?
Planbar ist auf jeden Fall das eigene Engagement, der unbedingte Wille etwas zu bewegen und sein Ziel nicht aus den Augen verlieren. Das heißt der Weg den man sich selbst vorgibt ist planbar in seinen einzelnen Parametern. Wie schnell gehe ich den Weg, wie viel Mal mache ich Pause, mit wem gehe ich den Weg etc.. Zufall ist die Anzahl der Hindernisse oder Schwierigkeiten, die es zu lösen oder zu umgehen gilt.

Was bedeutet Karriere für Sie?
Für mich bedeutet Karriere einen Lebenstraum umsetzen, der sich in hohem Maße in Freiheit und Persönlichkeitsentfaltung manifestiert.

Ihr Tipp für zukünftige HTW‐Absolventen
Eigene Ziele mit hoher Eigeninitiative verfolgen, Offenheit gegenüber anderen Bereichen und Kulturen, über den Tellerrrand schauen, Mut zum Risiko und Spaß an seinem eingeschlagenen Weg haben.

Interview: HTW Dresden

 
nach oben