Zwischen der Chemikerin Melanie Kellermann und Sachsen stimmt die Chemie - nicht nur im Labor.

Melanie kommt aus Straubing in Niederbayern. Dort besuchte sie auch die Fachoberschule. Als sie mit einem fachgebundenen Abitur in Psychologie und Pädagogik in der Tasche nach Sachsen kam, wollte sie eigentlich den raren Studiengang Behinderten- und Heilpädagogik in Görlitz antreten, doch dann kam alles anders. „Da der Numerus Clausus für meinen ersten Studienwunsch zu hoch war, rückte mein Zweitwunsch Chemie in Zittau nach.“ Interesse hatte sie schon, aber nie damit gerechnet, ohne Chemieleistungskurs im Abitur angenommen zu werden. Sie immatrikulierte sich in den Diplomstudiengang und ihre Liebe zur Chemie erblühte.

Mittlerweile kann sie auf ein erfolgreich bestandenes Diplom zurückschauen, dem ein dreijähriges Forschungsprojekt folgte. Wenn sie an ihre Studienzeit zurückdenkt, schwärmt sie. „Mir kam es vor wie eine riesengroße Familie.“ Nicht nur ihre 15 Kommilitonen, sondern auch Studenten anderer Fakultäten lernte sie durch die gemütliche Campusatmosphäre gut kennen.

Ob sie promovieren möchte, weiß sie noch nicht genau. Lust auf ein interessantes Forschungsprojekt hätte sie schon, aber vorerst ist sie mit ihrer analytischen Tätigkeit in einem Ingenieurbüro und Labor für Umweltfragen bei Zittau vollends zufrieden. „Dort mache ich Standardanalytik rund um Wasser, Boden, Luft und Biogas und kümmere mich um spezielle Entsorgungsprobleme. Der Aufgabenbereich geht oft über die Chemie hinaus, was das Arbeiten für mich interessant und vielseitig macht.“

Text: Christina Dietze (gekürzt)
Foto: Amac Garbe

 
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