Sachsen will junge Lehrer aufs Land locken

Freistaat führt das Sachsenstipendium ein

Sachsen geht neue Wege, um mehr Lehrernachwuchs für ländliche Regionen zu gewinnen. Ab sofort können sich Lehramtsstudierende für das „Sachsenstipendium“ bewerben. Die Lehramtsstudierenden erhalten 300 Euro monatlich, wenn sie sich verpflichten, später in Bedarfsregionen zu arbeiten. „Es gibt kein mangelndes Interesse am Lehrerberuf. Aber es gibt eine mangelnde Bereitschaft in ländlichen Regionen als Lehrerin oder Lehrer tätig zu sein“, begründete Kultusministerin Brunhild Kurth heute in Dresden die Initiative.

Mit dem neuen Instrument der Lehrernachwuchsgewinnung betritt der Freistaat Neuland. „In keinem anderen Bundesland wird ein entsprechendes Stipendienprogramm für angehende Lehrerinnen und Lehrer angeboten“, sagte die Kultusministerin.

Die Stipendiaten verpflichten sich vertraglich dazu, nach ihrem erfolgreichen Studienabschluss als Lehrerin oder Lehrer in einer Bedarfsregion zu arbeiten. Die Dauer der Verpflichtung ist abhängig vom Förderzeitraum. Wer also fünf Semester ein Sachsenstipendium erhält, muss anschließend mindestens fünf Schulhalbjahre in einer Bedarfsregion tätig sein. Die finanzielle Unterstützung beginnt mit dem 5. Fachsemester und endet mit der Regelstudienzeit. Aber auch Lehramtsstudierende zu Beginn des 7. und 9. Semesters können aufgenommen werden. „Wir haben die Möglichkeit, in diesem Jahr 50 Stipendiaten in das Programm aufzunehmen. In den nächsten Jahren wird die Anzahl schrittweise bis Ende 2017 auf 100 erhöht“, so Brunhild Kurth.

Weitere Informationen gibt es unter: www.lehrer-werden-in-sachsen.de.