Gebärdensprachdolmetschen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau

Hörgeschädigte Menschen treffen im Alltag immer wieder auf Situationen, in denen sie in der Kommunikation mit Hörenden an Grenzen stoßen. Gebärdensprachdolmetscher haben die Aufgabe, genau diese Barrieren zu überbrücken.

Um ihr Ziel zu erreichen, vermitteln sie zwischen zwei Sprachen und Kulturen. Sie sind dabei meist direkt in der Situation zugegen. Daher müssen sie über ein umfangreiches kulturelles und fachliches Wissen verfügen, um den hochkomplexen Prozess des Dolmetschens meistern zu können. Im Gegensatz zum Übersetzen muss die Aussage sofort erfasst und umgesetzt werden; nachträgliches Korrigieren ist oft nicht möglich. Der Beruf erfordert ein gewisses Talent, aber vor allem auch folgende Kompetenzen, die während des Studiums besonders gefördert werden:

  • ein hohes Konzentrationsvermögen, eine schnelle Auffassungsgabe und ein gutes Gedächtnis
  • intellektuelle Neugier und eine umfassende Allgemeinbildung
  • Kreativität und logisches Denken
  • hoher Grad an sozialer Kompetenz sowie Teamfähigkeit
  • Flexibilität und Mobilität
  • physische und psychische Belastbarkeit
  • Bereitschaft zum lebenslangen Lernen
  • Diskretion und keine Scheu vor Publikum oder Kameras


Wichtig: für die Aufnahme dieses Studiums ist eine Eignungsprüfung erforderlich. Noch bis zum 11. März 2016 können sich Studieninteressenten für die Eignungsprüfung anmelden. Sie beinhaltet einen Sprach- und Sprechtest sowie eine Überprüfung der berufsbedingten körperlichen und psychischen Eignung. Ferner müssen ein Seh- und Hörtestnachweis, eine logopädische Unbedenklichkeitsbescheinigung und ein Nachweis über die Teilnahme an einem Gebärdensprachgrundkurs nachgewiesen werden.

Nach erfolgreicher Eignungsprüfung können sich die Studierenden bis zum 15. Juli 2016 für einen Studienplatz an der Westsächsischen Hochschule Zwickau zum Wintersemester 2016/17 bewerben. Studienbeginn ist Ende September. Weitere Infos findest du hier: https://www.fh-zwickau.de/index.php?id=2111