Dipl.-Studiengang der Woche: Keramik, Glas- und Baustofftechnik in Freiberg

Studieninteressierte können sich noch im Studiengang Keramik, Glas- und Baustofftechnik der TU Bergakademie Freiberg einschreiben!

Die verfahrenstechnisch orientierte Ingenieurdisziplin beschäftigt sich mit der Herstellung und Anwendung von Keramik, feuerfesten Baustoffen, Glas, Email, Bindemitteln und Baustoffen in allen Prozessstufen, vom Rohstoff bis zum veredelten Produkt. Dabei reicht die Palette der künftigen Einsatzmöglichkeiten von feinstem Geschirr und Glas über die Ziegelherstellung bis zu High-Tech-Erzeugnissen wie Supraleitern und Elektronikbauelementen.

Neben sehr gut ausgestatteten Prüflaboren und großzügigen Technika spricht vor allem die individuelle Betreuung der Studenten für Freiberg. Bereits während ihres Studiums können sich die Studenten durch Wahl der Praktika sowie der Studien- und Diplomarbeit gezielt auf den späteren Einsatz vorbereiten. Rund die Hälfte der Studierenden ist weiblich, rund ein Drittel sammelt während des Studiums Auslandserfahrungen. Im Diplomstudiengang ist das 7. Semester für ein Fachpraktikum vorgesehen.

Der Studienwandel und der demographische Wandel sind nur zwei Gründe dafür, dass in vielen Unternehmen der Keramik-, Glas- und Baustoffindustrie sowie in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen gut ausgebildete Ingenieure fehlen. Die künftigen Einsatzmöglichkeiten der Freiberger Keramik, Glas- und Baustofftechnik-Absolventen nach fünf Studienjahren schätzt Professor Dr.-Ing. Heiko Hessenkemper, der Glas- und Emailtechnik lehrt, als „außerordentlich günstig“ ein: „Die Bereiche der Glas, Keramik- und Baustoffindustrie wollen auch künftig ihren führenden Platz im Industrieland Deutschland einnehmen und dazu brauchen sie gut ausgebildete Fachkräfte. Darüber hinaus kommen für unsere Absolventen vielfältige Einsatzmöglichkeiten als Fachexperten in den Ländern der EU und besonders auch in asiatischen Entwicklungsländern hinzu.“

Im Studium lernen die Studenten unter anderem die Herstellung von feinstem Geschirr und Glas, Keramikfliesen, Feuerfestprodukten und Fernsehbildschirmen oder von High-Tech-Produkten wie optischen Wellenleitern und Elektronikbauelementen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Recycling von Werk- und Baustoffen. Mehrere Nachwuchsforschergruppen an der Universität verfolgen das Thema über das Studium hinaus. Prof. Hessenkemper: „Der Bereich Keramik, Glas- und Baustofftechnik macht 10 bis 20 Prozent des Umsatzes im Maschinenbau aus, muss aber mit rund 0,5 Prozent der Ingenieurstudenten auskommen. Damit ist auch schon die spätere Marktsituation der Absolventen beschrieben. Die grundlegende Bedeutung für die Industrie und die industrielle Entwicklung wird aufgrund der Vielfältigkeit der Aufgaben nur selten richtig eingeschätzt: So wären regenerative Energien ohne Glas nicht denkbar. Zum Beispiel bestehen Rotorblattflügel der Windenkraftanlagen zu 60 Prozent aus Glasfasern. Lichtleitfasern ermöglichen erst die moderne Kommunikationsgesellschaft mit den enormen Datentransfer, fast alle Hochtemperaturprozesse basieren auf den Weiterentwicklungen von Feuerfestmaterial und weiterentwickelte Infrastruktur und Wohnungen benötigen die Entwicklungen der Baustoffindustrie.“

Zum Kennenlernen gibt es regelmäßig für Schüler das Nachtlabor Glas und die nächste Schüler-Woche  unter dem Motto "Ceramics meet steel" findet in Freiberg vom 21. bis 23. Oktober 2014 statt.

Alle Infos zum Studiengang findet ihr hier: http://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/studiengaenge/dipl_kgb